Ein Schwendfeuer gerät außer Kontrolle und entfacht einen Waldbrand. Zur Bekämpfung der Flammen rückt nicht nur die Feuerwehr an, Hilfe kommt auch aus der Luft – von drei Hubschraubern des Bundesheeres. Das war das Szenario einer großangelegten Übung, mit dem sich rund 70 Einsatzkräfte am vergangenen Freitag konfrontiert gesehen haben. Schauplatz dafür war der Loser, seines Zeichens Hausberg der Altausseer.
Die Übung war gleichzeitig auch Schulung, und zwar für die Flughelfer und -einweiser der Feuerwehr. Es galt, die Zusammenarbeit mit den Hubschrauber-Crews zu trainieren, mit dabei waren Kräfte der Flugdienststaffeln Steiermark Nord mit Sitz in Aigen im Ennstal wie auch jene der Staffeln Ost/Süd und West.
Zahlreiche Aufgaben
Ihre Aufgaben: „Das Erkunden, Vorbereiten und Absichern von Landeplätzen, das Melden von Flughindernissen, das Einweisen von Hubschraubern, das Vorbereiten von Lasten für Innen- und Außentransporte sowie das Überwachen von Personen und Gerät am Boden“, berichtet die Feuerwehr. Und: „Flughelfer übernehmen im Ernstfall darüber hinaus Tätigkeiten beim Personen- und Materialtransport, beim Be- und Entladen, beim Ein- und Aushängen von Außenlasten sowie bei Seil- und Windeneinsätzen im unwegsamen Gelände.“
In der Früh traten die Feuerwehrleute die Fahrt zur Loseralm an, wo Einsatzleitung, Lande- und Absprungplatz sowie Wasserentnahmestelle eingerichtet wurden. Für Letztere wurde ein 10.000 Liter fassender Wasserbehälter aufgebaut, die Feuerwehr Altaussee stellte eine Zubringleitung her. Dazu bereitete man Gerätschaften wie Bambi Bucket, sprich Löschwasserbehälter, Pumpen oder Schläuche vor.
Realitätsnahe Bedingungen
Nach dem Eintreffen der drei Hubschrauber in Gestalt eines AW169, eines Black Hawk und einer AB 212 „wurden unter realitätsnahen Bedingungen Mannschaftstransporte, Anlandungen, Windenflüge, Materialtransporte, Wasserflüge, Direktabwürfe auf die angenommene Brandstelle sowie der Rücktransport von Mannschaft und Gerät“ geübt.
Im Anschluss durfte eine Nachbesprechung, bei der man den Tag Revue passieren ließ, nicht fehlen. Dabei verabschiedete man Feuerwehr-Flughelfer Andreas Aster von der FF Admont, der sich altersbedingt aus dem Flugdienst zurückzog. Gleichzeitig wurde mit Markus Komatz von der FF Aigen im Ennstal ein neuer Flughelfer in den Aktivstand übernommen.