Salzburger Pfingstfestspiele mit Rossini-Show eröffnet
Wer bei Gioachino Rossinis "Il Viaggio a Reims" nach psychologischer Entwicklung oder dramatischem Sog sucht, ist im falschen Stück gelandet. Die 1825 zur Krönung Karls X. entstandene Oper funktioniert vor allem als prachtvolles Sängerfest und als kunstvoll aufgefädelte Folge großer Auftritte. Barrie Kosky machte daraus bei der Premiere der Salzburger Pfingstfestspiele am Freitag im Haus für Mozart eine pausenlos rotierende Hotelkomödie mit Hang zum kontrollierten Wahnsinn.