Mit Technik die Gesundheit fördern
Personalisierte Gesundheitsversorgung wird zur Realität. Zwei Studiengänge der FH Kärnten ebnen ihr zusätzlich den Weg.

Bildanalysen, die Hautveränderungen zeigen, Künstliche Intelligenz, die Wunden beurteilt und ihren Heilungsverlauf überwacht, Blutzuckerwerte und Herzfrequenzdaten, die von tragbaren Geräten aufgezeichnet werden: Die Fortschritte der Medizintechnik haben längst ein neues Zeitalter der personalisierten Gesundheitsversorgung eingeläutet, die unsere Gesundheit auf Basis von Daten aus frischer Perspektive durchleuchtet. Jetzt muss sich noch das Gesundheitspersonal auf die neuen Technologien vorbereiten
Genau dafür hat die FH Kärnten zwei neue Studiengänge konzipiert: Klientenzentrierte evidenzbasierte Gesundheitsversorgung und Angewandte Telemedizin für Gesundheitsberufe. „Die Ressourcen in der Gesundheitsversorgung werden zunehmend knapper. Neue Technologien und innovative Versorgungsansätze bieten hier wichtige Möglichkeiten. Entscheidend ist jedoch, diese evidenzbasiert einzusetzen und sinnvoll in den Berufsalltag zu integrieren, sodass sie den Bedürfnissen der betreuten Personen gerecht werden“, sagt Angelika Mitterbacher, die den Studiengang leitet. Evidenzbasiert – also gestützt auf aktuelle Forschungsergebnisse – lernen die Studierenden, fundierte Entscheidungen zu treffen und Innovationen gezielt für eine qualitativ hochwertige und zukunftsfähige Gesundheitsversorgung einzusetzen.
Um Themen wie Dokumentationssoftware, Planung von Behandlungsprozessen und Live-Behandlung über digitale Kommunikationskanäle geht es im Studiengang zur Telemedizin. „Wir möchten Zugangshürden abbauen und bei der Einschätzung unterstützen, welche Technologien für welche Zwecke verfügbar und einsetzbar sind. Mitzubedenken sind dabei immer Risikopotenziale wie etwa die Datensicherheit, die etwa in der Telemedizin wichtig ist“, sagt Studiengangsleiter Michael Suppanz.
Beide Studiengänge sind berufsbegleitend und richten sich an Gesundheitspersonal, aber auch an alle, die im weitesten Sinn mit Gesundheit zu tun haben. Die Masterstudiengänge starten im kommenden Herbstsemester. Bewerbungen sind noch bis zum 15. Mai möglich.
Diese Seite erscheint in Kooperation mit der Kärntner Hochschulkonferenz. Die redaktionelle Verantwortung liegt ausschließlich bei der „Kleinen Zeitung“.

Wichtig ist, Barrieren im Zugang zu Informationen und Gesundheitsangeboten zu reduzieren.
— Lukas Wohofsky