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Mordverdächtige Mutter sitzt nach einer Operation im Gefängnis

Die 39-Jährige steht im Verdacht, ihren Sohn getötet zu haben. Nach einer Operation wurde sie mittlerweile aus dem Krankenhaus entlassen und ist im Gefängnis.

Die Polizei wird die Tatverdächtige bald einvernehmen
© KLZ / Andreas Schöberl-Negishi
Die Polizei wird die Tatverdächtige bald einvernehmen

Die 39-jährige Frau, die unter dem Verdacht steht, ihren elfjährigen Sohn getötet zu haben, ist laut Auskunft der Polizei am Sonntag vom Krankenhaus in die Justizanstalt Leoben verlegt worden. Die Frau musste nach ihrer Festnahme am Freitag wegen Schnittverletzungen, die sie sich offenbar selbst zugefügt hatte, in einem Krankenhaus operiert werden. Angaben zu ihrem Tatmotiv hatte sie bisher noch nicht gemacht.

Am Freitagnachmittag hatte die 39-Jährige aufgrund ihrer Schnittverletzungen selbst die Rettung in ihre Wohnung in Leoben gerufen. Die Einsatzkräfte fanden dort auch die Leiche des Buben und alarmierten umgehend die Polizei. In der Wohnung konnten mehrere Messer sichergestellt werden, bei denen es sich um die mutmaßlichen Tatwaffen handeln dürfte.

Befragung soll mehr Hintergründe offenlegen

Eine Einvernahme der Frau soll nun mehr Erkenntnisse über ein mögliches Motiv bringen. Laut Auskunft der Polizei ist diese für die kommenden Tage geplant. Die Ermittlungen führt jedenfalls das Landeskriminalamt. Viele Details sind vorerst nicht bekannt, der getötete Bub dürfte bereits am Freitag nicht in der Schule gewesen sein.

Rasche Hilfe in Krisensituationen

In Krisensituationen gibt es mehrere Anlaufstellen, an die man sich wenden kann: 
PsyNot Steiermark: die kostenfreie Hotline ist 24 Stunden am Tag unter 0800 / 44 99 33 zu erreichen
Rat auf Draht: unter der Telefonnummer 147 ist ein Notruf für Kinder, Jugendliche und deren Bezugspersonen eingerichtet - kostenlos und ebenfalls rund um die Uhr 
Telefonseelsorge ist unter der Nummer 142 zu erreichen.

Ein Lokalaugenschein der Kleinen Zeitung am Tatort am Freitag zeigte ein betroffenes Bild. Mehrere Nachbarn hatten die Frau gekannt, nähere Angaben zu ihr wollte jedoch niemand machen.

Der tragische Fall erinnert jedenfalls stark an einen Vorfall aus dem Mai 2022, als eine 42-jährige Grazerin ihrem Sohn die Pulsadern aufschnitt. Eine Nachbarin konnte damals dem Buben das Leben retten. Die Täterin befand sich damals in einem psychischen Ausnahmezustand. Auch im aktuellen Fall dürfte die Frau in einer psychischen Ausnahmesituation gewesen sein. Ein toxikologisches Gutachten steht aus.

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