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Keksebacken ist heuer so teuer wie noch nie

„Keksflation“: Die Grundzutaten für die Weihnachtsbäckerei haben laut Momentum Institut einen überdurchschnittlich starken Preisschub erlebt. Wo die Inflation am stärksten zu spüren ist.

Zucker-, Schokolade- und Butterpreise haben besonders stark zugelegt
© Oliver Henze
Zucker-, Schokolade- und Butterpreise haben besonders stark zugelegt

Weihnachten naht und damit die Hochsaison des Keksebackens. Die Preise für typische Kekszutaten sind heuer allerdings um ein Drittel teurer als noch vor vier Jahren und stiegen sogar stärker als die allgemeine Inflation oder die Preise für Nahrungsmittel gesamt. So das Resultat der Recherchen des Momentum Instituts zur „Keksflation“.

Den stärksten Preisanstieg zeigen die Daten mit einem Anstieg von 45,3 Prozent bei Zucker, gefolgt von Schokolade (41,3 Prozent), Butter (40,1 Prozent) und Schlagobers (38,1 Prozent).

„Weihnachtskekse sind für viele Haushalte ein fixer Bestandteil der Adventzeit. Doch die Preissteigerungen der letzten Jahre sorgen dafür, dass selbst einfache Rezepte spürbar teurer werden. Besonders Grundzutaten wie Zucker oder Butter haben einen überdurchschnittlich starken Preisschub erlebt und gerade diese Zutaten braucht es für fast ein jedes Keksrezept“, sagt Leonard Jüngling, Inflationsexperte am Momentum Institut.

33,4 Prozent Teuerung bei Backwerk

Aber auch die Preise für Mehl (37,5 Prozent), Gewürze (37,2 Prozent), Margarine (36 Prozent), Milch (31,2 Prozent) und Eier (30,2 Prozent) verzeichnen überdurchschnittliche Preisanstiege im Vergleich zu den Teuerungsraten für Nahrungsmittel allgemein oder der Inflationsrate gesamt. Unterdurchschnittlich sind die Preise für Germ, Backpulver, Mohn etc. (23,9 Prozent), Nüsse und Trockenobst (19,7 Prozent) und Marmelade (14,2 Prozent) gestiegen.

Während sich die allgemeine Inflation im Beobachtungszeitraum auf 24,2 Prozent beläuft, steigen die Preise für Nahrungsmittel allgemein um 28,5 Prozent. Die Teuerungsrate für Kekszutaten liegt mit 33,4 Prozent deutlich darüber.

Der Unterschied zwischen den Warenkörben

Die starke Teuerung bei Kekszutaten ist ein gutes Beispiel dafür, wie Preisentwicklungen im Detail aussehen können. Während manche Warenkörbe weniger stark steigen, gibt es Bereiche – wie die Weihnachtsbäckerei – in denen Haushalte die Inflation besonders stark spüren. Einkommensärmere Haushalte trifft die Teuerung am stärksten, hier ist denkbar, dass etliche sich die schöne gemeinsame Tradition des Keksebackens heuer nicht leisten können”, so Jüngling abschließend.

In Anbetracht der explodierten Preise für Lebensmittel, empfiehlt das Momentum Institut eine Reihe von Maßnahmen, um die Preise nachhaltig zu drücken. Etwa sollte die Mehrwertsteuer auf (Grund-)nahrungsmittel temporär gesenkt werden, Bruttomargen-Limits für Grundnahrungsmittel eingeführt werden, sowie ein ‘Preis-stabiler Einkaufskorb’ mit günstigen Standardprodukten in allen Warengruppen.

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