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„Wir brauchen neue Aus- und Weiterbildungsformate“

Bei Digitalisierung und KI zeigt sich in der TALIS-Studie ein Generationsunterschied.

Sabine Strauß von der PH Kärnten war an TALIS beteiligt | Sabine Strauß von der PH Kärnten war an TALIS beteiligt
© Kk/privat
Sabine Strauß von der PH Kärnten war an TALIS beteiligt|Sabine Strauß von der PH Kärnten war an TALIS beteiligt

Sie haben sich als Projektmitarbeiterin der TALIS-Studie mit dem Thema Digitalisierung befasst. Wie steht es damit im österreichischen Schulsystem?

SABINE STRAUß: Auf der technischen Seite ganz gut, über 90 Prozent der österreichischen Schulen verfügen laut Schulleitungen über eine gut ausgebaute digitale Infrastruktur. Hier zeigt sich, dass die Maßnahmen der letzten Jahre greifen, es wurde auch für die Ausstattung der Schulen viel Geld in die Hand genommen.

Warum werden laut Studie digitale Tools aber nur von einer Minderheit der Lehrerinnen und Lehrer im Unterricht eingesetzt?

Das hat vor allem mit der Haltung der Lehrpersonen zu tun. Wenn Sie in Künstlicher Intelligenz nicht nur kritische Aspekte sehen, sondern auch die Vorteile erkennen, wird sich das auch in ihrem Unterricht niederschlagen. Wir sehen aus diesen Ergebnissen einen Auftrag an die Pädagogischen Hochschulen, bei den Fortbildungen nicht nur auf das funktionell-technische der digitalen Technologien einzugehen, sondern auch ein Vertrauen für digitale Werkzeuge zu erzeugen.

Ist die Skepsis in allen Altersgruppen gleich?

Die Daten zeigen, dass jüngere Lehrerpersonen Künstliche Intelligenz signifikant häufiger nutzen als ältere. Das zeigt uns, dass es zielgruppenspezifische Weiterbildungsformate benötigt. Hier gibt es ein Generationenthema – Lehrer mit 25 haben andere Bedürfnisse als die Generation 50 plus.

Diese Seite erscheint in Kooperation mit der Kärntner Hochschulkonferenz. Die redaktionelle Verantwortung liegt ausschließlich bei der „Kleinen Zeitung“.