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Heiße Schmähs und coole Rhythmen von Helge Schneider

Helge Schneider begeistert bei seinem Konzert im Zelt unter der Burgarena.

Helge Schneider mit Barockflügel und coolen Rhythmen
© Tina Perisutti
Helge Schneider mit Barockflügel und coolen Rhythmen
Tina Perisutti

Barockflügel, roter Samtstuhl, blauer Anzug – alles ist abgestimmt und so stimmt Helge Schneider seine Gitarre auch direkt auf der Bühne, um mit seinem so geschätzten Humor in einen schräg-witzigen wie musikalisch sehr hörenswerten Abend einzustimmen. Kurz vor seinem 70. Geburtstag (30. August) beehrt der deutsche Meisterblödler Finkenstein, muss seine auf den Faaker See zugeschnittene Drei-Mann-Show wetterbedingt allerdings im Zelt spielen.

So albern die Texte von Katzeklo und Co klingen mögen, so unterschwellig hochpolitisch sind sie, wenn Schneider diese um Anspielungen etwa auf die Oma mit wenig Pension und hoher Miete erweitert. In bester Improvisationsmanier mischt er an dem Abend in Begleitung von Kontrabass und Gitarre Altes mit Neuem, verbindet Jazz mit Chanson und betätigt dafür allerlei Instrumentarium von Saxofon über Panflöte, Akkordeon, Vibrafon, Schlagzeug bis zur Mandoline (“Die hat mein Urgroßvater vorm 30-jährigen Krieg gerettet“) und beweist seine Fingerfertigkeit am Klavier.

Kein Auge bleibt trocken, kein Körper still – hier herrscht der Rhythmus, bei dem man unweigerlich mit muss.

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