Kleine Zeitung als bevorzugte Google-Quelle hinzufügen.

So viel kostet das Bier am Klagenfurter Altstadtzauber

Am Donnerstagabend erfolgt der Start des Altstadtzaubers in Klagenfurt. Auch heuer stehen die Bierpreise wieder im Fokus. Ausreißer nach oben sind nicht zu erwarten.

Die Stadtrichter laden am Donnerstag wieder zum Altstadtzauber
© Dieter Kulmer
Die Stadtrichter laden am Donnerstag wieder zum Altstadtzauber

Auf Hochtouren läuft die Organisation des diesjährigen Altstadtzaubers in Klagenfurt, dem auch heuer wieder eine für viele wesentliche Frage vorauseilt: Wie viel kostet dort ein Bier?

Kurz vor Beginn schleifen die rund 40 teilnehmenden Wirte noch an der Preisgestaltung. Eines ist vorab aber klar: Eine Preisexplosion ist nicht zu erwarten. Unisono betonen die Stadtrichter, die Organisatoren des Altstadtzaubers, dass der Fokus auf „konsumentenfreundlichen Preisen“ liegt, holen somit zu einem kleinen Seitenhieb nach Villach aus, wo für das Kirchtags-Bier am Rathausplatz 7,50 Euro verlangt wurde. Die Stadtrichter können jedoch keine Summe vorgeben, höchstens Empfehlungen äußern. Diese liegt heuer für das große Bier bei unter sechs Euro.

Unter 6 Euro am Neuen Platz, mehr am Heuplatz

„Jeder Wirt muss den Preis selbst durchkalkulieren. Das passiert gerade“, sagt Sommeramtmann Stefan Lindner. Die Wirte am Neuen Platz werden dieser Empfehlung voraussichtlich folgen, ein einheitlicher Preis ist wieder zu erwarten. Dieser wird sich bei 5,80 oder 5,90 Euro einpendeln, sagt Stadtrichter und Gastronom Gert Höferer. Vermutlich gleich viel wird auch das Bier am Alten Platz kosten. Im Vorjahr ging ein großes Bier am Neuen Platz um 5,50 Euro über die Theke.

Wer gut, außergewöhnlich und trotzdem hochwertig essen möchte, bricht Richtung Heuplatz auf. Sieben Foodtrucks kochen Burger, Gyros, Thai und weitere exotische Spezialitäten auf. „Und das auf sehr hohem Niveau“, sagt Claus Spitzbart, der die Gastronomie am Heuplatz organisiert. Im kulinarischen Epizentrum des Altstadtzaubers müssen die erwarteten 80.000 Besucherinnen und Besucher aber wie gewohnt tiefer in die Taschen greifen. Das Bier wird zwischen 6 und 6,50 Euro kosten.

Am Heuplatz werden erstmals Pfandbecher verwendet
© Petra Eggerer
Am Heuplatz werden erstmals Pfandbecher verwendet

20.000 Pfandbecher angekauft

Um Berge an Plastikbechern zu vermeiden, kommen am sogenannten Freigelände erstmals Pfandbecher, gebrandet mit dem Logo der Stadt, zum Einsatz. „Die Stadt hat bereits im Vorjahr 20.000 dieser Becher im Sinne des Umweltschutzes angekauft“, erklärt dazu Vizebürgermeister Patrick Jonke (FSP). Der Einsatz beläuft sich auf zwei Euro, die der Gast dann auch wieder zurückerstattet bekommt. Es handle sich um eine Testphase. Verlaufe diese erwartungsgemäß, könne sie in Zukunft auf den gesamten Altstadtzauber und andere Veranstaltungen ausgeweitet werden. Besagte Becher würden im Anschluss gesammelt und in einer eigenen Waschstraße vor Ort gereinigt und getrocknet werden.

Nicht einfach ist die Lage für die Wirte, die mit unterschiedlich hohen Standgebühren konfrontiert sind. Abhängig von Größe und Ort, muss ein Wirt eine Gebühr zwischen 700 und 3500 Euro bezahlen. Entsprechend sind auch die Preise des ausgeschenkten Schleppe-Biers am Areal unterschiedlich. Ins Geld gehen aber auch andere Faktoren. „Die Brauerei zog die Preise für Kühler oder Bierbänke an. Auch das Personal kostet“, sagt Lindner. Die Standmiete mache daher nur zwölf Prozent des Gesamtbudgets aus. Wie viel die Wirte für das Bier letztendlich wirklich verlangen, zeigt sich erst bei der Eröffnung am Donnerstagabend.

Mehr zum Thema