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Olympiasiegerin wagt Stabhochsprung über Staatsgrenze

Auf der Piazza Transalpina in Nova Gorica/Gorizia werden am Freitag Stabhochspringer im Einsatz sein – als Teil eines grenzübergreifenden Sportprojekts.

Großes gebäude auf der Piazza Transalpina in Nova Gorica/Gorizia | Gesprungen wird auf der Piazza Transalpina in Nova Gorica/Gorizia
© Fabrice Gallina
Großes gebäude auf der Piazza Transalpina in Nova Gorica/Gorizia|Gesprungen wird auf der Piazza Transalpina in Nova Gorica/Gorizia
Wolfgang Fercher
Chefredakteur Kärnten & Osttirol

Für die Idee grenzüberschreitender Sportbewerbe in Österreich, Italien und Slowenien ist 2025 ein besonderes Jahr. 45 Jahre ist etwa die Gründung der legendären „Tour 3“ auf das Dreiländereck her, die für einen Tag die Grenze zwischen den drei Ländern (Slowenien war damals noch Teil Jugoslawiens) aufhob. Vor 40 Jahren wurde das gemeinsame Bewerbungsdokument für die Olympischen Winterspiele „Tarvisio 2002“ unterzeichnet. Und vor 30 Jahren nahm dann das Internationale Olympische Komitee (IOC) die erste „grenzenlose“ Bewerbung für Olympische Winterspiele an. Die Bewerbung für Olympia 2006 unter dem Motto „Senza Confini“ zog jedoch gegen Turin den Kürzeren.

Ich hoffe, dass es irgendwann wieder eine grenzüberschreitende Olympiabewerbung geben wird.

— Michael Ausserwinkler , Ex-Politiker und Arzt

„Mir hat es immer leidgetan, dass die Idee ‚Senza Confini‘ danach im Sand verlaufen ist“, sagt der Ex-Politiker und Arzt Michael Ausserwinkler. Er ist Präsident des vor zwei Jahren gegründeten Panathlon-Clubs Kärnten-Alpe-Adria, der grenzüberschreitende Zusammenarbeit im Sportbereich fördern will – auch im Sinne der seit Jahrzehnten bestehenden, internationalen Panathlon-Bewegung, die die Werte des Sports vertiefen, verbreiten und verteidigen will.

Katie Moon ist eine der besten Stabhochspringerinnen der Welt
© AP/David J. Phillip
Katie Moon ist eine der besten Stabhochspringerinnen der Welt

Am Freitag, dem 25. Juli, organisieren die Panathlon-Clubs von Kärnten, Friaul und Slowenien in der europäischen Kulturhauptstadt Nova Gorica/Gorizia gemeinsam ein spektakuläres Sportevent. „Bei einem Stabhochsprungbewerb werden zehn Athletinnen und Athleten über die slowenisch-italienische Grenze springen“, erzählt Ausserwinkler.

Mit dabei sein wird ein echter Superstar der Szene: Katie Moon aus den USA, Olympiasiegerin 2020 in Tokio, Olympiazweite 2024 in Paris und Weltmeisterin 2022 und 2023. Gesprungen wird ab 16 Uhr direkt auf der bekannten Piazza Transalpina, wo die Clubs auch eine gemeinsame Erklärung unterschreiben werden, „in der die Bedeutung des Sports für den Frieden dokumentiert wird“, wie Ausserwinkler sagt. Weitere grenzüberschreitende Projekte sollen folgen.

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