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So machen Sie Ihre Kids fit fürs Internet

Gefälschte Inhalte, Cybermobbing, falsche Freunde ... Sichere Internetnutzung muss schon Kindern vermittelt werden.

Knapp die Hälfte aller österreichischen Kinder verbringt ein bis drei Stunden täglich online
© AdobeStock/Kitreel
Knapp die Hälfte aller österreichischen Kinder verbringt ein bis drei Stunden täglich online

Laut einer Google-Umfrage vom Herbst 2024 sind rund 45 Prozent der fünf- bis achtjährigen und rund 58 Prozent der neun- bis zwölfjährigen Kinder in Österreich ein bis drei Stunden täglich online. Ihr erstes Smartphone bekommen sie durchschnittlich im Alter von zehn Jahren. Spätestens dann stehen ihre Eltern vor der Herausforderung, digitale Grundregeln festzulegen und für die Online-Sicherheit ihrer Kinder zu sorgen.

Technischer Schutz

Betriebssysteme und Apps bieten oft Jugendschutzfunktionen (z. B. Microsoft Family Safety, Google Family Link), mit denen man u. a. Bildschirmzeiten von Geräten und Spielen begrenzen, Inhalte einschränken oder auch Apps genehmigen oder blockieren kann. Zeigen Sie Ihren Kids kindgerechte Suchmaschinen. Beispiele dafür sind: fragfinn.de, kiwithek.wien, helles-koepfchen.de.

Medienkompetenz fördern

Klären Sie Ihre Kids darüber auf, welche Gefahren im Netz lauern (siehe Kasten) und zeigen Sie ihnen, woran sie Werbung erkennen. Sagen Sie ihnen, welche Daten sie auf keinen Fall preisgeben dürfen und wie Fake News funktionieren. Grundsatz: Nicht alles glauben, was online steht! Online-Infos, Tipps und Tricks für den sicheren Umgang mit Handy und Internet findet man z. B. unter saferinternet.at.

Gefahren, die im Netz lauern

Cybermobbing: Darunter versteht man jegliche Form von verbaler oder psychischer Belästigung im Netz, z. B. durch Beleidigen, Bedrohen oder Bloßstellen. Cybermobbing kann im Gegensatz zu „normalem“ Mobbing rund um die Uhr passieren.

Bullying: Gegen eine:n Schüler:in gerichtetes Drangsalieren, Gemeinsein, Ärgern, Schikanieren und auch Angreifen – in der Schule wie auch im Netz.

Posing: Viele Kinder und Jugendliche ahmen ihre Idole (Popmusik, Film etc.) nach und machen Fotos von sich in manchmal „aufreizenden Posen“. Diese Bilder sind aber oft dann die Basis für „Grooming“.

Cyber-Grooming: Dabei suchen fremde Erwachsene „freundschaftlichen“ Kontakt zu Kindern – im schlimmsten Fall mit dem Hintergedanken eines sexuellen Missbrauchs. Sie geben sich dabei entweder als Gleichaltrige aus oder auch z. B. als Modelagent:innen und Talentsucher:innen, die auf der Suche nach Nachwuchstalenten sind.

Sexting: Das ist der Begriff für das Online-Versenden von erotischen Nachrichten oder Fotos. Geraten diese in falsche Hände, dann können sie die Basis für „Sextortion“ sein, aber auch beruflichen Karrieren und privaten Beziehungen massiv schaden. Sextortion ist eine Erpressungsmethode, bei der eine Person mit anzüglichem Bild oder Videomaterial erpresst wird. Bei Nichtbezahlen wird mit sozialem Bloßstellen gedroht.

Gemeinsam surfen

Gerade beim Ersteinstieg ins Netz ist die Begleitung der Eltern eine wichtige Orientierungshilfe. Schaffen Sie eine vertrauensvolle Atmosphäre rund ums Surfen, damit Ihre Kinder sich trauen, Ihnen auch von unangenehmen Online-Erfahrungen zu erzählen.

Checken und schützen

Lesen Sie vor der Installation von Apps und Spielen deren Bewertungen. Achten Sie darauf, dass die Virenschutzprogramme auf Ihren Geräten immer aktuell sind.