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Cyberkriminalität: Ein unterschätztes Risiko

Cybersicherheit wird für KMUs immer relevanter. Dominic Neumann, steirischer Obmann der Fachgruppe UBIT, erläutert aktuelle Herausforderungen.

Dominic Neumann, MBA, Obmann der Fachgruppe UBIT
© Foto Fischer
Dominic Neumann, MBA, Obmann der Fachgruppe UBIT

Wie schätzen Sie die aktuelle Bedrohung im Bereich Cybersecurity ein, insbesondere für steirische KMU?

Dominic Neumann: Die Bedrohungslage nimmt jährlich zu. Auch kleine und mittlere Unternehmen sind stark gefährdet. Großunternehmen investieren massiv in ihre IT-Sicherheit und sind deshalb schwerer angreifbar. Oft bemerken KMU nicht einmal, wenn Daten gestohlen werden. Es muss nicht immer ein finanzieller Schaden sein. Auch ein Imageverlust oder der Verlust sensibler Kundendaten kann gravierende Folgen haben.

Welche Verpflichtungen kommen mit der neuen NIS2-Richtlinie auf Unternehmen zu – und wie sollten KMUs vorgehen?

Bei der NIS2-Richtlinie geht es darum, sichere Prozesse zu definieren, ein effektives Risikomanagement zu etablieren und Eintrittswahrscheinlichkeiten von Risiken zu bewerten. Entscheidend ist, dass sich alle Mitarbeitenden an diese Prozesse halten. Häufig liegt das Hauptproblem nicht in der Technik, sondern im unwissenden Verhalten der Beschäftigten, etwa im Umgang mit sensiblen Daten. Hier helfen Schulungen. Unternehmen sollten jedoch auch jetzt schon ihre bestehenden Prozesse überprüfen und testen, ob sie sicher sind.

Cyber!Sicher: Ihre Förderung für mehr IT-Sicherheit

Das SFG-Förderprogramm Cyber!Sicher unterstützt Digitalisierung und Cybersicherheit und ermöglicht es Unternehmen mit Hilfe von Expert:innen IT-Sicherheitsmaßnahmen auf die neuesten regulatorischen Anforderungen auszurichten.

Zum NIS2 Beraterpool: www.ubit-stmk.at/nis2-beraterpool

Welche Rolle spielt künstliche Intelligenz beim Thema Cybersecurity?

Künstliche Intelligenz hat das Hacking auf ein neues Level gehoben. Angreifer setzen KI gezielt ein – daher müssen auch Unternehmen entsprechende Abwehrmechanismen entwickeln. Natürlich ist die Risikoeinschätzung individuell, hierbei können beratende Unternehmen aus dem UBIT-Umfeld behilflich sein.

Mehr Infos: www.ubit-stmk.at