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Ausschreitungen bei Meisterfeier: Zwei Polizisten und fünf Securitys verletzt

Nach dem Abpfiff wurde Samstagabend ausgelassen gefeiert. Während des Fußballfestes kam es in der Nacht zu Ausschreitungen, bei denen sieben Personen verletzt wurden.

Bei der Meisterfeier am Stadionvorplatz war die Stimmung ausgelassen | Bei der Meisterfeier am Stadionvorplatz war die Stimmung ausgelassen
© APA / Erwin Scheriau
Bei der Meisterfeier am Stadionvorplatz war die Stimmung ausgelassen|Bei der Meisterfeier am Stadionvorplatz war die Stimmung ausgelassen

Am Samstagabend kürte sich der SK Sturm zum zweiten Mal in Folge zum Meister – natürlich wurde das mit einer gebührenden Meisterfeier am Stadionvorplatz gefeiert. Bei einigen Fans schlug die Freude über die gewonnene Meisterschaft in der Nacht auf Sonntag aber in Gewalt um. Während es vor und während des Spiels zu keinen Ausschreitungen kam, wurden nach dem Spiel rund um das Stadion zahlreiche pyrotechnische Gegenstände abgefeuert.

Vermummte Personen griffen Security mit Eisenstangen an

Gegen 21.30 Uhr griffen schließlich mehrere vermummte Personen die Security-Mitarbeiter vor dem Stadion an. Einige waren dabei mit Stangen bewaffnet. Fünf Securitys wurden verletzt. Als die Polizei einschritt, wurden die Beamten mit vollen Mülltonnen, Bierbänken und -tischen, Eisenstangen und zahlreichen Glasflaschen sowie herumliegenden Gegenständen beworfen.

Die Polizei konnte die Lage beruhigen, allerdings wurden gegen 22 Uhr aufgrund der Lagebeurteilung der zuständigen Behördenvertreter die musikalische Darbietung der Meisterfeier beendet. Wie schwer die Securitys verletzt wurden, ist nicht bekannt.

Feueralarm in der Stadiongarage mutwillig ausgelöst

Kurz darauf wurde in der Garage des Stadions mutwillig der Feueralarm ausgelöst. Die Grazer Berufsfeuerwehr musste zum Einsatz ausrücken. Ansonsten löste sich die Menge relativ kurz nach dem Behördenentscheid gesittet auf.

Gegen 0.30 Uhr war die Feuerwehr dann allerdings nochmals gefragt. Denn rund 300 Personen hatten sich vor dem Sturm Lokal in der Conrad-von-Hötzendorf-Straße versammelt. Sie spielten laute Musik und zündeten zahlreiche Pyrogegenstände – wodurch der Straßenverkehr behindert wurde.

Fangruppe entzündete offenes Feuer auf der Conrad-von-Hötzendorf-Straße

Zudem hatte eine Gruppe ein offenes Feuer auf der Straße entfacht, das von der Feuerwehr gelöscht werden musste. Die Spuren des Feuers sind auch am Sonntag noch zu sehen. Sicherheitsbeauftragte des SK Sturm Graz versuchten auf die Fangruppe einzuwirken, was aber nicht gelang.

Die Polizei, die letztlich einschreiten musste, wurde mit Gegenständen beworfen. Der Platz musste in weiterer Folge geräumt werden, die Menge löste sich auf. Zwei Beamte wurden bei dem Einsatz verletzt, konnten aber nach ärztlicher Versorgung den Dienst fortsetzen.

Keine Auseinandersetzungen zwischen Fangruppen

Zwischen den Fangruppen war es in der Nacht zu keinen Auseinandersetzungen gekommen. Die Aggression richtete sich laut Polizei lediglich gegen die Security und die Beamten. Weitere polizeiliche Erhebungen unter Einbindung vorhandener Bildmaterialien folgen. Seitens des Vereins ist man im Austausch mit der Polizei, wie Sturm-Wirtschafts-Geschäftsführer, Thomas Tebbich, bestätigt. „Wir distanzieren uns von jeglicher Gewalt, egal ob an einem Spieltag oder wo auch immer. Wir können aber noch nicht sagen, wie es dazu kam und welche Personen beteiligt waren.“ Grundsätzlich trübe das aber nicht die Feierlichkeiten, die insgesamt von einer „extrem positiven Stimmung“ der mehr als 20.000 Fans begleitet wurden. Dass die ohnehin verbotene Pyrotechnik am Samstag ein solches Ausmaß angenommen habe, „sei nicht begrüßenswert“, betont Tebbich.

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