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Politik

Ein US-Präsident mit Vorliebe für markige Sprüche

Donald Trump ist seit 100 Tagen im Amt. Neben seiner irrationalen Politik, sind auch seine markanten Sprüche im Gedächtnis geblieben.

letztes Jahr29. April 2025 um 11:40
Vereinigte Staaten
„Ich wurde von Gott gerettet, um Amerika wieder großartig zu machen.“

In seiner Antrittsrede am 20. Jänner nimmt Trump, der im Wahlkampf bei einem Attentat verletzt wurde, eine göttliche Vorsehung für sich in Anspruch. An seinem ersten Tag zurück im Weißen Haus unterzeichnet der Republikaner eine Rekordzahl von 26 Dekreten, beschließt dabei unter anderem den Austritt der USA aus der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und begnadigt die Kapitol-Angreifer, die im Jänner 2021 den Kongress gestürmt hatten.
„Ein Diktator ohne Wahlen, Selenskyj sollte sich besser beeilen, oder er wird kein Land mehr haben.“

Mit einer wüsten Attacke auf den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj auf seiner Onlineplattform Truth Social macht Trump am 19. Februar klar, dass die USA im Ukraine-Krieg eine Kehrtwende vollziehen. Er fordert Selenskyj zu Zugeständnissen auf dem Weg zu einem Ende des Ukraine-Krieges auf und nähert sich russischen Positionen an. Zu einem Eklat kommt es am 28. Februar, als Trump und sein Stellvertreter JD Vance den ukrainischen Präsidenten im Weißen Haus vor laufenden Kameras abkanzeln.
„Die Riviera des Nahen Ostens, es könnte so großartig werden.“

International für Fassungslosigkeit sorgt Trump mit seinem Plan, den Gazastreifen unter US-Kontrolle zu bringen und als eine Art riesiges Küsten-Resort neu aufzubauen. Der US-Präsident stellt das Vorhaben am 4. Februar bei einer Pressekonferenz an der Seite des israelischen Regierungschefs Benjamin Netanjahu im Weißen Haus vor. Die mehr als zwei Millionen im Gazastreifen lebenden Palästinenser sollen nach Trumps Vorstellungen von anderen Ländern wie Ägypten und Jordanien aufgenommen werden.
„Die Europäische Union wurde gegründet, um die Vereinigten Staaten abzuzocken.“

Bei seiner ersten Kabinettsitzung am 26. Februar macht Trump deutlich, dass er dem transatlantischen Bündnis wenig Bedeutung beimisst. Er sieht die Europäer weniger als Partner denn als Handelsrivalen - was sich auch in seiner Zollpolitik niederschlägt. Knappe zwei Wochen zuvor, am 14. Februar, hatte Trumps Stellvertreter JD Vance mit einer Rede bei der Münchner Sicherheitskonferenz für fassungslose Reaktionen gesorgt, in der er die europäischen Staaten scharf attackierte.
„Kanada sollte unser geschätzter 51. Bundesstaat werden.“

Trump spricht sich wiederholt dafür aus, den USA den nördlichen Nachbarn Kanada einzuverleiben, unter anderem im Februar in seinem Onlinedienst Truth Social. Bei den Kanadiern sorgt das für wütende Reaktionen. Ein anderes Objekt von Trumps geopolitischer Begierde ist Grönland: „Wir brauchen Grönland für die internationale Sicherheit. Wir müssen es haben“, sagt der US-Präsident im März. Aus Grönland und Dänemark kommt scharfer Widerspruch.
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