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80 Jahre nach Verschleppung durch Nazis erhielt Gasener Pfarrer einen Stolperstein

Fast 30 Jahre lang wirkte Pfarrer Johann Grahsl in Gasen und prägte das Gemeindeleben. Vor 80 Jahren wurde er von Nationalsozialisten verschleppt. Nun erhielt er einen Stolperstein.

Nicole Stranzl
Regionalredaktion Weiz
Am Sonntag erhielt der ehemalige Pfarrer von Gasen, Johann Grahsl, ein Denkmal.
Vor genau 80 Jahren wurde der Geistliche von Nazis verschleppt. Bereits zuvor wurde er aufgrund seiner NS-kritischen Haltung mehrfach denunziert, kurzzeitig verhaftet und unter Druck gesetzt. Eine Unterschriftenaktion der Gasner Bevölkerung konnte seine Versetzung damals verhindern.
Im April 1945 – kurz vor Ende des Regimes – verschleppten Nationalsozialisten ihn jedoch aus dem Pfarrhof. 1948 wurde Grahsl für tot erklärt.
Bischofsvikar Gerhard Mörtinger segnete den Stolperstein, der als Erinnerung an die grauenhaften Verbrechen des NS-Regimes dient und gleichzeitig an Grahsl und seinen Mut erinnert. Mörtinger würdigte Grashl als „mutigen Mann des Glaubens und der Zivilcourage.“
Bürgermeister Erwin Gruber mahnte in seiner Rede, wie wichtig die Erinnerung an die NS-Verbrechen sei, um Hass und Hetze vorzubeugen.