„Klima-Shakira“ Anja Windl sitzt in Klagenfurt im Gefängnis
Die beiden Aktivistinnen und „Klima-Kleberinnen“ Anja Windl und Laila Fuisz befinden sich wieder in Haft. Im Polizeianhaltezentrum in Klagenfurt müssen sie sechs Wochen absitzen.

„Wenn ihr das seht, dann befinde ich mich wieder im Gefängnis“, teilt die deutsche Klimaaktivistin Anja Windl am Dienstag über Instagram ihren Followern mit. Eine ähnliche Nachricht kommt auch von ihrer „Kollegin“ Laila Fuisz. Beide jungen Frauen waren Mitglieder der „Letzten Generation“, einem Zusammenschluss von Klimaaktivisten in Deutschland und Österreich, die auch als „Klima-Kleber“ bekannt wurden. Im Sommer 2024 hat die Gruppe ihre Auflösung bekannt gegeben, ihre Seite auf Instagram und Co. ist aber nach wie vor sporadisch aktiv.
Fuisz und Windl, die aufgrund ihrer blonden Locken auch „Klima-Shakira“ genannt wurde, müssen ihre sechswöchige Haftstrafe im Polizeianhaltezentrum Klagenfurt absitzen. Und das, weil sie die Geldstrafen, die sie wegen ihrer Proteste „gegen die politische Untätigkeit in der Klimakatastrophe“ erhielten, nicht zahlen können. Alle sechs Monate müssen sie somit sechs Wochen ins Gefängnis, also drei Monate pro Jahr – für die nächsten Jahre.
Videobotschaften von Windl und Fuisz
In ihrem letzten Video aus der Freiheit kritisiert die 27-jährige Windl „die faschistische Regierung“ für Sparmaßnahmen im Bereich Umwelt- und Klimaschutz. Am Ende fragt sie noch: „Wer braucht eine funktionierende Zivilisation, wenn es der Wirtschaft gut geht, gell?“
„Es ist gefährlich und absurd, dass Menschen, die sich friedlich dafür einsetzen, dass wir alle in einer besseren Welt leben können, bestraft und eingesperrt werden“ sagt Fuisz in einer eigenen Videobotschaft kurz vor ihrem Haftantritt.
Vor einer Woche stellten die beiden Aktivistinnen Fotos und Videos von ihrem letzten Protest online. Dabei verteilten sie Fäkalien vor der ÖVP-Zentrale in Wien.