Kleine Zeitung als bevorzugte Google-Quelle hinzufügen.

Parkplätze um das LKH Leoben sind nun gebührenpflichtig

Weil es zu wenige Parkplätze für Patienten gibt, wurden Abstellplätze im Bereich des LKH Leoben nun temporär in die gebührenpflichtige Grüne Zone eingegliedert.

Parkplätze im Bereich des LKH Leoben sind Mangelware
© KLZ / Johanna Birnbaum
Parkplätze im Bereich des LKH Leoben sind Mangelware
Klara Erregger
Redakteurin Regionalredaktion Leoben

„Die Parkzone wird erweitert und künftig kostenpflichtig“, ärgerte sich FPÖ-Stadtparteiobmann Florian Wernbacher kürzlich über die Veränderung im Parkraumkonzept der Stadt im Bereich des LKH Leoben. Und tatsächlich: Entlang der westlichen Straßenseite der Vordernberger Straße sind die bisher kostenfreien Parkplätze nun seit Jänner Teil der Grünen Zone und bringen dementsprechende Kosten mit sich.

Dieser Schritt hat laut der Steiermärkischen Krankenanstalt (Kages) aber einen guten Grund: Weil es zu wenige Patientenparkplätze gibt und auf der betroffenen Fläche, die sich im Besitz der Kages befindet, in der Vergangenheit fast ausschließlich Beschäftigte des LKH geparkt hätten, will man mit der Umwidmung der Parkzone auch Platz für Patienten und Besucher machen. Nicht zuletzt auch deshalb, weil die Ortho-Trauma-Akutambulanz vom Standort Bruck nach Leoben verlegt wird. Es handle sich um 37 Stellplätze, die nun von allen benutzt werden dürfen. Die Parkraumbewirtschaftung erfolgt durch die Stadtwerke, die Stadt Leoben erhalte keinerlei Einnahmen.

Zonenerweiterung ist zeitlich begrenzt

Die Parkplatzsituation am LKH Leoben hat in den vergangenen Jahren immer wieder zu Diskussionen geführt. Robert Skorjanz, Betriebsdirektor-Stellvertreter am Standort Leoben, erklärt deshalb auf Anfrage der Kleinen Zeitung: „Wir arbeiten seit einiger Zeit an der Entwicklung eines umfassenden Parkplatzkonzeptes, sodass eine deutlich verbesserte Parkplatzsituation für alle geschaffen werden kann.“ Dazu gehört etwa auch der Bau einer Hochgarage mit 555 Stellplätzen für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Der Baubeginn ist für Ende 2025/Anfang 2026 geplant, die Grüne Zone im betroffenen Bereich sei daher nur temporär und soll nach der Fertigstellung Anfang 2027 wieder aufgehoben werden, so die Information der Kages.

Wir arbeiten seit einiger Zeit an der Entwicklung eines umfassenden Parkplatzkonzeptes, sodass eine deutlich verbesserte Parkplatzsituation für alle geschaffen werden kann.

— Robert Skorjanz, Betriebsdirektor-Stellvertreter, Standort Leoben

Um den Verlust der gratis Parkplätze für Mitarbeiter schon jetzt zu kompensieren, wurde die Kapazität der bisher 600 Freiparkplätze am Mitarbeiterparkplatz um 80 Plätze erhöht. Im Anschluss an die Inbetriebnahme der neuen Hochgarage und der Aufhebung der Grünen Zone sollen auf einem zusätzlichen Parkplatz 80 Stellplätze für Patienten und Besucher umgewandelt werden.

Zuschuss für Leobener Mitarbeiter

Eine Erleichterung soll es zudem auch für Beschäftigte geben, die in Leoben wohnen. Bisher durften diese aufgrund der mangelnden Kapazitäten nicht auf dem bestehenden Mitarbeiterparkplatz parken – diese waren für Mitarbeiter mit einer weiteren Anreise reserviert. Nach der Fertigstellung der Hochgarage sollen künftig auch Leobener eine Parkberechtigung erhalten. In der Zwischenzeit werde es weiterhin einen Zuschuss zur Jahreskarte „Grüne Zone“ für Bewohner der Stadt geben, betont Skorjanz, „unter Berücksichtigung klar festgelegter Entscheidungskriterien.“

Die Kages betont zudem, auch alternative Lösungen zu erweitern, wie etwa überdachte Abstellmöglichkeiten für Fahrräder und E-Bikes. Fahrgemeinschaften und die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel sollen ebenso gefördert werden.

Mehr zum Thema