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Chronik

El mundo: Jubiläumsfestival war voller Erfolg

Reisevortragswettbewerb in Judenburg lockte nicht nur Referenten, sondern auch Besucherinnen und Besucher von weit her an.

vor 2 Jahren22. Oktober 2024 um 08:00
MurauLeute & Stars
Murtal
16 Kurzvorträge gingen wie jedes Jahr beim ältesten und wohl traditionsreichsten Reisevortragswettbewerb im deutschen Sprachraum an den Start, wie immer kürte eine Jury die besten Live-Reportagen und Storys. Das Niveau war laut Langzeitjuryvorsitzendem Bruno Baumann so hoch wie wahrscheinlich noch nie zuvor, mit einer kaum dagewesenen Dichte an Originalität und Qualität der Vorträge. Die Referentinnen und Referenten reisten aus Dänemark und den Niederlanden, aus Berlin und Hamburg, aus allen Teilen Österreichs und selbst aus Japan an.
Als bester Vortrag prämiert wurde „Richtung Freiheit – Ein norwegischer Sommernachtstraum„ der Oberösterreicher Marlies Czerny und Andreas Lattner. Ihre Erzählkunst und die fantastische Fotografie überzeugten die Jury auf allen Ebenen.
Die abenteuerliche wie einfühlsame Story der Niederländerin Jolanda Linschooten („Qarrtsiluni – Nordostgrönland mit Kajak & Schlittenhund“) wurde mit dem zweiten Platz belohnt und durfte auch den Preis für die beste Fotografie mit nach Hause nehmen. Sie hat sich alleine mit zwei Schlittenhunden auf eine wochenlange Reise über das Meereis begeben und dabei die Stille in formvollendeter Form erlebt – gemäß dem grönländischen Konzept von „Qarrtsiluni“, was die vollkommene Abwesenheit von Ablenkung bedeutet. Die Doppelpreisträgerin war sichtlich gerührt und musste bei der Preisverleihung mit den Tränen kämpfen. 
Der deutsche Primatenforscher Roland Hilgartner reüssierte mit „Dschungelwelten – 1900 Tage auf Expedition“ und spektakulären Einblicken in die Urwälder Madagaskars, des Kongo und von Gabun. Für die beste Abenteuerstory ausgezeichnet wurde Richard Löwenherz aus Berlin („Tschukotka – Mit Bike und Boot zur Beringsee„). Er hat den streng bewachten nordöstlichsten Zipfel Russlands völlig auf sich allein gestellt mit einem Fahrrad und einem faltbaren Packraft durchquert.
Wie immer gab es auch einen Publikumspreis, den diesmal der Dokumentarfilmer Richard Gress für „Durch Stammesland und unberührte Wildnis“ mit nach Hause nehmen konnte. Er hat monatelang in abgelegenen Wildnisgebieten in Afrika verbracht und davon atemberaubende Begegnungen mit Großtieren und Lektionen über das Leben und Überleben mitgebracht.
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