Reden wir Klartext über Geld!
„In vielen Familien wird weder übers Einkommen der Eltern noch über anfallende Kosten gesprochen. Diese mangelnde Basisbildung in Sachen Geld kann für Jugendliche schnell in der Schuldenfalle enden“, berichtet Kerstin Harm, Schuldenberatung Steiermark, aus Erfahrung.

Die Zahlen sind alarmierend: Im Schnitt landen 18- bis 20-Jährige mit durchschnittlich 17.000 Euro Schulden bei der Schuldenberatung Steiermark. Bei den 21- bis 25-Jährigen sind es bereits 25.000 Euro. Wobei es laut Kerstin Harm vor allem Konsumgüter sind, die zu diesen Summen führen – (Leasing-)Autos oder Shoppinggüter. „Wir gehen dann erst einmal daran, die Existenz, also Wohnen und Strom, zu sichern und alles Unnötige zu kündigen. Der Privatkonkurs ist erst die letzte Auswegmöglichkeit.“
Steigende Nachfragen nach Finanzschulungen
„Jugendliche wissen oft gar nicht, was ein Konto ist“, berichtet Julia-Strablegg-Muchitsch. Wobei es einen Unterschied zwischen Lehrlingen, die ja bereits Geld verdienen, und Schüler:innen gibt. Sie sieht eine steigende Nachfrage an Schulungen für Jugendliche im Finanzbildungsbereich, von Unternehmen wie von Schulen. Weil: „Viele, die in die Schuldenberatung kommen, sagen, dass sie ganz einfach zu wenig über den Umgang mit Geld gelernt haben“, so die Expertin. „Jugendliche WOLLEN aber durchaus mehr wissen.“
„Ich finde es wichtig, dass frühzeitig altersgerecht über Geld geredet wird“, sagt auch der Wirtschaftspädagoge Heinz Sackl-Mayer, der an der HLW Bad Aussee unterrichtet. Die MONEY-Talk-Veranstaltungen der Schuldenberatung, also der Umgang mit Finanzen im privaten Bereich, sieht er als perfekten Start in die HLW mit ihrem wirtschaftlichen Schwerpunkt.
Auch die Steiermärkische Sparkasse bringt Kindern und Jugendlichen bei Schulvorträgen die Grundbegriffe der Finanzwelt nahe. Eines der Projekte, um die finanziellen Fähigkeiten vorrangig von Kindern und Jugendlichen zu fördern, ist auch der Financial Life Park FLiP.
DOS
☑ Plant eure Ein- und Ausgaben regelmäßig im Voraus (nutzt dazu z. B. die kostenlose App „Schotterlotte“ vom Land Steiermark).
☑ Spart einen „Notgroschen“ in Form von drei bis sechs Monatsgehältern an (z. B. mit einem Sparbuch, auf das ihr kurzfristig Zugriff habt).
☑ Checkt regelmäßig (am besten täglich) euer Bankkonto, ihr seid dafür selbst verantwortlich!
DON‘TS
☒ Übernehmt keine Bürgschaft und unterschreibt keine Mithaftungen (nie!).
☒ Bei mehreren Ratenkäufen gleichzeitig verliert man schnell den Überblick (nur eine Sache kaufen).
☒ Wenn ein Kredit nötig wird (z. B. für ein dringend benötigtes Auto, damit ihr zur Arbeit kommt), holt mehrere Angebote ein und vergleicht die Bedingungen. Und ein Kredit für einen Urlaub muss wahrscheinlich nicht wirklich sein, oder?
Kostenlose App „Schotterlotte“ – zur Unterstützung für die finanzielle Planung:

Partner der BuK.li


Know-how bleibt in unserer Region
Die regionale Vielfalt an Unternehmen und Bildungseinrichtungen auf der BuK.li zeigt jungen Menschen, dass ihre Möglichkeiten weit über traditionelle Berufsbilder hinausgehen. So werden Mädchen und Jungen ermutigt, Berufe in Betracht zu ziehen, die nicht den klassischen Klischees entsprechen, um ihre individuellen Talente voll entfalten zu können.
Die BuK.li bildet somit einen wichtigen Baustein für die nachhaltige Entwicklung unserer Region. Sie trägt dazu bei, dass junge Menschen vor Ort qualifiziert ausgebildet werden und ihre berufliche Zukunft hier gestalten wollen. Das dadurch gewonnene Know-how bleibt in unserer Region und trägt maßgeblich zur Weiterentwicklung bei. Deshalb ist das RML (Regionalmanagement Bezirk Liezen) auch in diesem Jahr wieder engagierter Kooperationspartner der BuK.li.