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In welche Schule willst du gehen?

Was machst du gern, was kannst du gut? Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik? Oder eher Sport? Vielleicht möchtest du auch Musik oder die Natur in deinen schulischen Mittelpunkt stellen.

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Um die 80.000 Menschen wohnen im Bezirk Liezen und vom demografischen Wandel ist im Gegensatz zu manch einer Nachbarregion nicht allzu viel zu spüren: Auch die Zahl von etwas über 800 Volksschul-Anfängern ist stabil.

„Wir ermöglichen den Kindern und Jugendlichen in unserer Region eine große Anzahl von unterschiedlichsten Ausbildungen, auch das macht die Region so lebenswert.“
© Huber-Köberl
„Wir ermöglichen den Kindern und Jugendlichen in unserer Region eine große Anzahl von unterschiedlichsten Ausbildungen, auch das macht die Region so lebenswert.“

Sie sprechen von vielen unterschiedlichen Ausbildungen in der Region. Was ist damit gemeint?

Waltraud Huber-Köberl: 90 Prozent aller Schulen im Bezirk sind mit dem MINT-Gütesiegel ausgezeichnet, das geht vom Kindergarten bis zur Matura. Speziell in den Mittelschulen wird diese Begabungsförderung, auch speziell für Mädchen, forciert. Nicht zuletzt deshalb, weil die MINT-Gebiete in der Wirtschaft unterbesetzt sind.

Was bedeutet MINT?

MINT ist die Abkürzung für den Schwerpunkt Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik. ­Mathematik und Informatik zum Beispiel werden in vielen Bereichen benötigt, das reicht von der ­Verwaltung bis zur Technik.

Aber nicht jeder will Fachkraft in diesen Bereichen werden …

Wir haben bei Gymnasien und berufsbildenden Schulen auch den Schwerpunkt Wirtschaft. Die Wirtschaftskammer und die Betriebe kooperieren hier stark, um schon die ­Kinder zu wirtschaftlichem Denken zu ermutigen und ihnen den Umgang mit Geld nahezubringen.

Wie schaut es „sportlich“ aus?

Die Mittelschule in Schladming hat einen Sport-Schwerpunkt. Und die Ski-Akademie/Handelsakademie in Schladming ist das größte Leistungszentrum für Wintersport in dieser Art in Österreich und Kaderschmiede für zukünftige Spitzensportler.

Was gibt es für die Kinder und Jugendlichen, die an Musik oder speziell an Natur/Umwelt interessiert sind?

Viele Schulen verfügen über das Meistersingergütesiegel, auch das Musische hat in der Bildung einen großen Platz bei uns. Das zeigt sich auch in den Kooperationen mit vielen Kapellen oder auch Universitäten. Und in Stein an der Enns haben wir z. B. eine Naturparkschule, deren Ziel es ist, Kindern den Wert der Natur beizubringen sowie Wissen und Erkenntnisse über den Schutz der Natur zu vermitteln. Mit dem Natur- und Geopark Steirische Eisenwurzen und dem Naturpark Sölktäler gibt es ja zwei Naturparks in der Region.

Gibt’s Nachmittagsbetreuung?

Wir arbeiten seit mehreren Jahren am weiteren, adäquaten Ausbau, um berufstätige Eltern oder auch Kinder aus bildungsfernen Familien bzw. mit nicht-deutscher Muttersprache verstärkt zu unterstützen.

Was schätzen die Pädagoginnen und Pädagogen an der Arbeit in der Region?

Die sehr gute Zusammenarbeit mit den örtlichen Vereinen und Betrieben, funktionierende Schulgemeinschaften mit persönlichen Kontakten zu Kindern und ihren Eltern, kurze Schulwege … Man arbeitet da, wo andere Urlaub machen. Es ist schön, Kinder am Land und in unseren kleinen, feinen Städten aufwachsen zu sehen und sie in zahlenmäßig überschaubaren Klassen zu unterrichten. Schön ist es auch, wenn wir sehen, dass Jugendliche nach einer Lehre oder höheren Schule hier in der Region ihre berufliche und private Zukunft gestalten. Auch daran arbeiten wir alle gemeinsam intensiv.

Danke für das Gespräch.

AMS besuchen – lohnt sich!

Brigitte Wasmer, 
Geschäftsstellenleiterin Arbeitsmarktservice Liezen
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Brigitte Wasmer, Geschäftsstellenleiterin Arbeitsmarktservice Liezen

Was gibt’s für Jugendliche beim AMS?

Junge Menschen sind unsere Zukunft. Wir sehen es als bedeutende Aufgabe, sie bei der Orientierung und beim Berufseinstieg zu unterstützen. Ein konkreter Tipp dazu: Lassen Sie sich bei uns für die Lehrstellen- oder Arbeitsuche vormerken, das hat viele Vorteile: „Junge Menschen haben so die Möglichkeit, mittels Arbeitserprobungen ein realistisches Bild von der Tätigkeit in Unternehmen zu erlangen bzw. während eines Kursbesuches Praktika zu machen“, betont Brigitte Wasmer, die mit 1. August 2024 die Leitung des AMS im Bezirk Liezen übernommen hat.

Wo sind meine Stärken?

Im BerufsInfoZentrum gibt es die Möglichkeit, mittels Inter­essenstest spielerisch herauszufinden, welche Stärken, Fähigkeiten und Interessen vorhanden sind. Auch spannend: Der AMS-Berufsinfomat, das neue AMS-KI-Tool, arbeitet mit der Technologie von ChatGPT und beantwortet alle Fragen zu Beruf, Aus- und Weiterbildung.
www.ams.at/liezen