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Chronik

Erinnerung an zwei blinde Jüdinnen als Opfer des Nationalsozialismus

Eine berührende Gedenkveranstaltung fand am Freitag in St. Leonhard statt: Vor dem Odilien-Institut wurden ein Braille-Stein für Irene Ransburger und eine Gedenktafel für Gisela Kaufmann enthüllt.

vor 2 Jahren14. September 2024 um 11:52
Graz-UmgebungGraz
Am Freitag, dem 13. September, wurden vor dem Odilien-Institut in Graz ein Gedenkstein und eine Gedenktafel für zwei Opfer des Nationalsozialismus enthüllt.
Mit dabei waren auch Familienmitglieder von Gisela Kaufmann, die extra aus Kanada anreisen.
Gedenkstein für Irene Ransburg: Der in Braille-Schrift gefertigte Stein ist der bisher einzige seiner Art. Er wurde nun in einen Steinquader umgebettet, damit er besser zugänglich ist.
Irene Ransburg und Gisela Kaufmann waren beide blinde Jüdinnen. Sie verbindet aber auch die Liebe zur Literatur: Während Irene Ransburg selbst Gedichte verfasste, studierte Gisela Kaufmann Germanistik und widmete sich dem Werk des Dichters Eduard Mörike; sie konnte 1938 sogar noch still promovieren.
Bei der Gedenkveranstaltung wurde auch ein neues Buch vorgestellt: Marco Jandl/Birgit Roth (Hg.), „Und wär’ die ganze Welt in Flammen … Irene Ransburg und Gisela Kaufmann – Zwei blinde Frauen zwischen Selbstbestimmung, Lyrik und NS-Verfolgung.“
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