Düster-doppelbödige Saisoneröffnung mit "Hamlet" an der Burg
Wie spielt man eine Kunstfigur? Auf der spärlich ausgeleuchteten Bühne des Burgtheaters sind keine zwei Minuten vergangen, als sich Michael Maertens sein Leintuch vom Kopf reißt und den 20-köpfigen Gespensterchor genervt unterbricht. "Nicht so forciert", tadelt er die multiplen Geister von Hamlets Vater. Karin Henkel macht in ihrer "Hamlet"-Inszenierung zum Auftakt der ersten Saison von Intendant Stefan Bachmann gleich klar: Hier wird nicht nur gespielt, hier wird erarbeitet.