Stemanns "Orestie" zwischen Chaos und Happy End in Salzburg
Kassandra in der Talkshow, Orest und Elektra im Video-Call und das Publikum als Geschworene: Nicolas Stemann setzt in seiner Neuinszenierung der "Orestie" nicht nur auf die Verschränkung der Stücke von Aischylos, Sophokles und Euripides, sondern auch einen optischen wie sprachlichen Bezug zum Heute, um das Wesen der Demokratie und des Zusammenlebens zu ergründen. Entstanden ist eine knapp vierstündige, zunehmend groteske Tetralogie, die auf der Perner-Insel ins Chaos führt.
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