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Der Untergang physischer Datenträger

Viele verbinden glückliche Erinnerungen mit ihnen: Die liebste Kassette aus der Kindheit, die erste DVD oder Disketten für alte Computer. Physische Speichermedien kommen im digitalen Zeitalter aus der Mode. Vereinzelt feiern sie jedoch ein Comeback.

Die Kompaktkassette wurde im Jahr 1963 von Phillips auf den Markt gebracht. Man konnte bis zu 90 Minuten pro Seite damit aufnehmen und wiedergeben. Obwohl sie gemeinhin als veraltet und unpraktisch gilt, erlebt sie seit einigen Jahren eine kleine Renaissance.
Die Diskette wurde 1969 von IBM auf den Markt gebracht. Sie konnte Dateien bis zu 3,25 Megabyte speichern. Aus heutiger Sicht ist das fast nichts, manche Smartphones haben schon mehr als das 100.000-fache an Speicherplatz.
1976 kamen VHS-Kassetten (Video Home System) auf den Markt. Sie können je nach Bandbreite mehrere Stunden Videomaterial speichern. 20 Jahre lang war die VHS-Kassette der Platzhirsch auf dem Heimvideo-Markt. Zur Jahrtausendwende hat die DVD diese Rolle übernommen. Anders als andere alte Speichermedien erlebt sie bislang kein Comeback.
Schallplatten gehen bis ins 19. Jahrhundert zurück. Die erste Vinyl-Langspielplatte kam 1930 auf den Markt. Wie die Kassetten feiern auch sie ein Comeback, vielerorts hat sie die Verkaufszahlen betreffend bereits die CD überholt. In Brasilien werden mittlerweile sogar mehr Schallplatten als DVDs verkauft.
Die CD (Compact Disc) wurde von Sony und Phillips entwickelt. Auf den Markt kam sie 1982 und machte schnell Kassetten und Schallplatten Konkurrenz. Sie kann bis zu 90 Minuten lange Audiodateien speichern. Heute kommt sie immer noch zum Einsatz, verliert aber immer mehr an Bedeutung. Musikliebhaber greifen öfter zu Schallplatten. In vereinzelten Nischen wie zum Beispiel Schlager- und Volksmusik gibt es aber noch immer eine große Nachfrage nach CDs.