Am Wörthersee wird es musikalisch bunter
Das Open Air von Matakustix eröffnet den Konzertreigen rund um die „Starnacht“, die heuer ihr 25-jähriges Jubiläum feiert. Wir sprachen mit Matthias Ortner, dem Gründer der Band.

Warum ist der 5. Juli der einzige für heuer angekündigte Kärnten-Termin? Wo tretet Ihr denn überall auf?
Der 5. Juli ist für uns wie ein Home-Coming-Konzert. Die „Starnacht“-Arena ist sehr groß, und wir möchten, dass alle, die Matakustix gerne sehen möchten, nach Kärnten kommen. Deswegen gibt es auch nur diesen einen offiziellen Termin. Wir spielen dieses Jahr im gesamten deutschsprachigen Raum. Von Bayern, wo wir gemeinsam mit Josh auftretenbis zum Donauinselfest oder beim „Aufsteirern“ in Graz. Fast jedes Bundesland ist dabei.
Welche Titel werdet ihr mit Ina Regen, welche mit Tagtraeumer aufführen? Kommt es auch zu einer Crossover-Version, an der alle Gäste mitwirken? Darunter sind ja auch Emely Myles, Fancy Chords, das Jugendblasorchester Lesachtal und der Kärntner 4Gesang.
Mit Ina Regen werden wir gemeinsam einen Titel von ihr, einen von uns und eine Coverversion spielen. So machen wir es mit den meisten Gästen, denn so entsteht ein kunterbuntes Programm, das aber durch Matakustix immer den roten Faden behält. Also kein Festival, bei dem jeder Künstler für sich auftritt, sondern ein großes Miteinander.
Was reizt Euch denn so an Crossover?
Es ist schön, mit verschiedenen Musikstilen und Künstlern gemeinsam Musik zu machen. Da gibt es keine Grenzen, und auch ich selber habe keine Genre-Grenzen beim Musikhören. In jedem Genre gibt es Musik, die mir gefällt, und Musik, die mir eben nicht gefällt. Diesen übergreifenden Gedanken versuchen wir auch in unsere Musik einfließen zu lassen.
Und was bedeutet Heimat für Euch?
Leider wurde dieser Begriff in der Vergangenheit und auch in der Gegenwart oft politisch missbraucht. Ich finde es jedoch sehr wichtig, sich in seinem Leben zu verwurzeln und eine Gemeinschaft, ein Zuhause zu haben. Wir sollten diesem wichtigen Thema mit Respekt begegnen und auch Respekt vor Traditionen, Volkskulturen und somit auch vor verschiedenen „Heimaten“ aus anderen Ländern haben, ohne dabei unsere eigenen Traditionen und unsere Heimat über andere zu stellen. Für viele ist Heimat, beim Marktfest in Tracht zu einer Polka zu tanzen, für andere ist es die wöchentliche Yogastunde, und wiederum andere feiern ihre Heimat am Sabbat mit der Familie.
Nagt es an Euch, dass Ihr im Radio noch nicht so wirklich stattfindet? Wie könnte sich das ändern?
Nein, es nagt überhaupt nicht! Ich mache mit meinen Jungs fürs Leben gerne Musik und Kunst. Wir können nur das machen, was aus uns herauskommt und was uns Spaß macht, und dann das Beste hoffen. Was dann mit dem Musikstück passiert, entscheiden die Leute oder die Radiostationen. Ich finde, wir haben ein schönes Airplay, aber natürlich geht immer mehr. In jeder Hinsicht, die Frage ist immer: Mit wie viel ist man zufrieden? Ich kann das Ernst-Happel-Stadion ausverkaufen, und dann kommt Coldplay und verkauft es viermal aus, und ich bin mir sicher, es wird wieder einen Künstler geben, der es fünfmal ausverkauft!

Die Open Air Events
Der Name Matakustix ist ein Wortspiel aus dem Vornamen Matthias und dem Adjektiv akustisch. Der Stil: Alternative Volksmusik. Auf Matakustix mit der etwas anderen Heimatshow am 5. Juli folgt am 6. Juli Schlager-Legende Howard Carpendale.
Andreas Gabalier rockt am 7. Juli.
„Die Starnacht am Wörthersee“ (heuer u. a. mit Christina Stürmer und Rainhard Fendrich) kann man am 12. Juli bei einer öffentlichen Generalprobe erleben, am 13. Juli ist man bei der Live-Show dabei (ORF, MDR, Bayrischer Rundfunk und SWR).
Die Fantastischen Vier feuern am 14. Juli ihre Rap-Hits ab.
Karten: www.ip-media.tv