Kleine Zeitung als bevorzugte Google-Quelle hinzufügen.

Ein Spaziergang durch Istanbuls bunteste Viertel Balat und Fener

Am unmittelbarsten, jedenfalls aber am buntesten wird ihre epische Vielfalt der türkischen Metropole beim Spaziergang durch die Viertel Balat und Fener.

Karin Riess
Samstags- und Sonntagbeilage, Leiterin Samstagsbeilage und Reiseredaktion
Architektur. In Balat und Fener, zwei christlich und jüdisch geprägten Vierteln Istanbuls, fallen sofort die Häuser ins Auge, nicht nur, weil sie in leuchtenden Farben gestrichen sind. Wegen der Architektur mit den Erkern nennt man sie auch „Cumba“. Besonders fotogen reihen sie sich in der Merdivenli-Yokuş-Straße aneinander.
Streetlife. Besonders rund um die Vodina- und die Yıldırım-Straße ist die Dichte der bunten Cafés hoch. Die vielen Kulturen, die dort ansässig waren und sind, macht sich auch im gastronomischen Angebot bemerkbar. Neben Restaurants gibt es viele Bäckereien (frischer Börek!) oder Meyhanes.
Café Naftalin. Berühmt und nicht grundlos so beliebt ist das Café Naftalin in Fener. Es ist klein, gemütlich und prall gefüllt mit kuriosen Dekorationsgegenständen. Regelmäßig kann man eine der vielen Straßenkatzen Istanbuls als Gast am Tisch begrüßen.
Griechisches Gymnasium. Der beeindruckende Ziegelbau hoch über Fener ist kein Palast, auch kein Gotteshaus, sondern eine Schule. Dennoch nennt der Volksmund das im 19. Jahrhundert errichtete Gymnasium „Das Rote Schloss“. Gleich daneben liegt die Georgskathedrale, seit dem Jahr 1600 der Sitz des Ökumenischen Patriarchats von Konstantinopel.
Antiquitäten. Traditionell gibt es in den Vierteln einige Antiquitätengeschäfte, in denen sich besondere Souvenirs aufstöbern lassen. Gleich mehrere auf einem Fleck findet man auf dem Çıfıt Bazaar. Tipp: Zwischenstopp in der Agora-Taverne.