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Reisen

Was man in Kappadokien unbedingt erleben sollte

Eigentlich nicht von dieser Welt: zehn einnehmende Erlebnisse in der türkischen Region Kappadokien.

Karin Riess
Karin Riess
Karin Riess
Samstags- und Sonntagbeilage, Leiterin Samstagsbeilage und Reiseredaktion
vor 2 Jahren26. April 2024 um 04:00
Reisen
Höhlenstadt Özkonak. Latif Açar hat ein Souve­nirgeschäft gegenüber der Höhlenstadt von Özkonak, die in ihrer Blütezeit bis zu 60.000 Menschen beherbergt haben soll. Stolz erzählt der einstige Muezzin des Dorfs, wie er 1972 beim Arbeiten auf dem Feld zufällig auf diese faszinierende Unterwelt stieß. Weitere unterirdische Städte sind Kaymaklı und Derinkuyu.
Tal von Zelve. Das Freilichtmuseum besteht aus drei Tälern, deren Felswände komplett von intakten und verwitternden Wohnhöhlen, Kirchen und einem Kloster durchzogen sind. Die vor die Höhle gebaute Fassade und das Minarett der Moschee alleine sind gemauert.
Testi Kebab. Viele kleine Tongefäße, die man allenthalben auf den Straßen sieht, künden von der kappadokischen Spezialität Testi Kebab: Fleisch und Gemüse werden in den mit Teig verschlossenen Töpfchen gegart, die der Kellner am Tisch fürs Servieren gekonnt „enthauptet“.
Freilichtmuseum Göreme. Vergleichsweise jung, aber dennoch sehr alt, sind die Spuren der vielen Kulturen, die im abgeschiedenen Kappadokien siedelten und als Behausungen Höhlen in das weiche Gestein schlugen. Ganze Städte, über wie unter der Erde, aber auch Orte der Andacht wie im Tal von Göreme, wo byzantinische Mönche über Jahrhunderte Kirchen und Klöster in den Tuff trieben. So schlicht sie von außen wirken, so prachtvoll sind einige von ihnen innen bemalt. Sie zählen zum Weltkulturerbe der Unesco.
Café im Feenkamin. Unter der Felsenburg von Uçhisar heißen İsmail und Emine Kutlugün willkommen, der Feenkamin ist ihnen Zuhause und Arbeitsplatz gleichermaßen. „Meine Familie hat hier seit Generationen gelebt, ich wurde hier geboren“, erzählt İsmail, während er Kaffee und Tee in kleinen, sanduhrförmigen Tassen serviert. Heute bewohnt das Ehepaar nur noch einen kleinen Teil, zwei Räume für das gemütliche Lokal und einen als Souvenirladen, denn die Räume müssen sie mieten.
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