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Reisen

In zehn Stopps durch die slowakische Hauptstadt Bratislava

Die Hauptstadt der Slowakei steuert man am schönsten mit einem Katamaran über die Donau an. Zehn Gründe, warum der Sprung zu den Nachbarn sich lohnt.

Von  Heike Dobrovolny und Heike Dobrovolny
vor 2 Jahren19. April 2024 um 02:00
Leute & Stars
Dreiländereck. Bratislava ist eine der jüngsten Hauptstädte Europas und die einzige der Welt, die an zwei Länder grenzt, nämlich Österreich und Ungarn. „Genaugenommen kann man sagen, dass die Stadt an drei Länder grenzt, nämlich Ungarn, Burgenland und Niederösterreich“, erzählt Stadtführerin Blanka Corná. Obwohl die Donau Staatsgrenze ist, empfindet Corná den Fluss als verbindendes Element. Die slowakische Hauptstadt wird von den deutschsprachigen Völkern „Preßburg“ genannt und von den Ungarn „Pozsony“. Aufgrund alter Besiedelungsspuren, die auf die Kelten und Römer verweisen, weiß man, dass Bratislava eine alte Handelsstadt an der Donau war. Ihre große Blüte erlebte sie zu Zeiten des ungarischen Königs Matthias Corvinus, der 1465 die Universität gründete.
Krönungsstadt. „Lang lebe der König!“, wurde in Bratislava des Öfteren ausgerufen. Denn im Martinsdom wurden zwischen 1563 und 1830 zehn Könige, eine herrschende Königin und sieben königliche Gemahlinnen von Ungarn gekrönt, also Mitglieder der Habsburger von Maximilian II. bis Ferdinand V. Die einzige in Bratislava gekrönte, regierende Königin war Maria Theresia, die 1741 zur Königin von Ungarn gekrönt wurde. Der Krönungsdom St. Martin ist an der Stephanskrone auf dem Turm erkennbar.
Oldtimer City Tours. Einen guten Überblick über die Altstadt bekommt man bei einer Tour mit einem Oldtimerbus. Dabei führt die Fahrt vom Donauufer bergauf zum Burgberg, wo man genug Zeit für eine Umrundung hat. Weiter geht es durch das Villenviertel bis hinauf zum Platz der Freiheit, wo sich im Mittelalter Weingärten befanden und heute ein Kriegerdenkmal an die Verluste im Zweiten Weltkrieg erinnert. Vorbei an Palais aus dem 18. Jahrhundert, Jugendstilvillen und modernen Bauten führt die Panoramatour entlang der wichtigen Sehenswürdigkeiten.
Franziskanerkirche. Die älteste erhaltene Kirche befindet sich im Zentrum von Bratislava. Zum Gedenken an den Sieg über den böhmischen König Ottokar II. Přemysl in der Schlacht von Marchfeld ließ der ungarische König Ladislaus IV. die Franziskanerkirche errichten. In einer Kapelle findet man das größte Barockgemälde in der Slowakei, mit einer Größe von 5 mal 5,65 Metern. Es zeigt die „Königin der Engel“ und stammt aus den Jahren 1730 bis  1740. Im benachbarten Franziskanerkloster wurde 1526 der erste Habsburger zum König von Ungarn gewählt: Mit Ferdinand I. regierte die Habsburgerdynastie fast 400 Jahre lang über die ungarischen Länder. Ein Aufstieg auf den Turm wird mit einem wunderbaren Blick über die Stadt belohnt
Slowakisches Nationaltheater. Der Höhepunkt eines Bratislava-Aufenthaltes ist für viele Gäste der Besuch einer Oper. Sie liegt unweit der Anlegestation des Katamarans Twin City Liners, der die Hauptstädte Wien und Bratislava in 75 Minuten über die Donau verbindet. Das Niveau des Angebotes der Oper ist sehenswert, immerhin zählt der etablierte Kulturbetrieb insgesamt 300 Ensemblemitglieder, davon 30 Solisten, 60 Balletttänzer und 118 Musiker.
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