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„Eine Wirtschaftsregion mit Zugkraft“

Die bevorstehende Inbetriebnahme der neuen Koralmbahn Ende 2025 verspricht, zur Lebensader einer Region zu werden. Unternehmen in der AREA Süd sehen erhebliches Wachstumspotenzial.

Reinhard Pasterk – Technischer Geschäftsführer von Sonnenkraft
© SONNENKRAFT
Reinhard Pasterk – Technischer Geschäftsführer von Sonnenkraft

Die AREA Süd wird ein Erfolgsprojekt. Davon ist Reinhard Pasterk, technischer Geschäftsführer von Sonnenkraft, überzeugt. Als führender Hersteller und Systemanbieter von Solar- und Photovoltaiklösungen aus Österreich beschäftigt das Unternehmen rund 200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an den Standorten St. Veit (Kärnten) und Wies (Steiermark).

Wie kann Sonnenkraft vom Koralmtunnel profitieren?

Reinhard Pasterk: Ein Teil unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter pendelt heute schon zwischen St. Veit und Wies – aktuell mit E-Autos und in Zukunft wahrscheinlich mit der Bahn. Wir sehen hier viele Chancen. Die Welt wird agiler und schneller. Flexibilität ist das Konzept der Zukunft. In der Welt der Photovoltaik ist das wahrscheinlich noch ausgeprägter als in anderen Branchen.

Warum ist diese Flexibilität gefordert?

Unsere Kunden haben sehr individuelle Anforderungen, auf die wir rasch mit flexibler Produktion reagieren können. Das zeichnet Sonnenkraft aus und damit punkten wir in ganz Europa, vor allem in der DACH-Region. Mit höherer Mobilität können wir auch den Austausch unter unseren Beschäftigten weiter verstärken.

Was erwarten Sie sich von der AREA Süd als neue Wirtschaftsregion im Süden Österreichs?

Kärnten und die Steiermark werden für die Ansiedlung von Betrieben und für neue Beschäftigte noch interessanter als bisher. Mehr Unternehmen bedeuten mehr Arbeitsplätze, Kaufkraft und Wachstum. Die AREA Süd wird ein Ballungsraum mit hoher Zugkraft, davon bin ich überzeugt. Die Region gewinnt damit auch für zukünftige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an Attraktivität. Zusätzlich zu zukunfts- orientierten Jobs spielt die hohe Lebensqualität hier im Süden Österreichs eine entscheidende Rolle. Ich bin sicher, wir werden alle davon profitieren. Die Koralmbahn und die AREA Süd als Wirtschaftsraum werden die Wahrnehmung Kärntens und der Steiermark künftig positiv beeinflussen.

Jürgen Mandl, Präsident Wirtschaftskammer Kärnten
© ZAGORZ
Jürgen Mandl, Präsident Wirtschaftskammer Kärnten

Jürgen Mandl, Präsident der Wirtschaftskammer Kärnten, am Wort

„Die AREA Süd, die Kärnten und die Steiermark zu einem gemeinsamen Wirtschaftsraum verbindet, birgt enormes Potenzial für die Zukunft Österreichs. Mit der Eröffnung der Koralmbahn wachsen die beiden Bundesländer zum zweitgrößten Wirtschaftsraum Österreichs zusammen. Das bedeutet ein Plus an wirtschaftlicher Dynamik, Attraktivität und Lebensqualität – eine Jahrhundertchance. Die Angst vor einem Ausverkauf der Kärntner Heimat, vor einer verstärkten Abwanderung in die Steiermark ist unbegründet – sofern die Landespolitik ihre Hausaufgaben macht. Wir müssen uns jetzt vorbereiten und wichtige Projekte auf Schiene bringen. Um den Anschluss von Ober- und Mittelkärnten zu gewährleisten, muss in die Infrastruktur investiert werden. Ohne diese regionalpolitischen Weichenstellungen würden die positiven Effekte und auch die internationale Sichtbarkeit deutlich geringer ausfallen. Mit der Inbetriebnahme Ende 2025 liegt Kärnten an einer der wichtigsten Nord-Süd-Verbindungen Europas und kann künftig schnelle Transporte vom Mittelmeer bis zur Ostsee anbieten.“