"Prima facie" im Grazer Schauspielhaus: Gewalt ohne Folgen
Pünktlich zum Frauentag hat das Grazer Schauspielhaus am Freitag Suzie Millers "Prima facie" (dem ersten Anschein nach, Anm.) auf die Bühne gebracht. Der Monolog, der hier auf drei Frauen aufgesplittet wurde, schildert einen Vergewaltigungsfall, bei dem eine Anwältin plötzlich auf der anderen Seite steht. Der Text verschränkt gekonnt die Ohnmacht und die Hilflosigkeit gegenüber dem System mit den juridischen Kommentaren der Frau, die um die Sinnlosigkeit ihrer Klage weiß.
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