Im düsteren Nebel: Rasches "Iphigenie" im Akademietheater
Ein riesiges, sich unablässig drehendes Scheibenpodest, eine durch den Raum schwebende Neon-Säule und sehr viel Nebel: Die Welt, in die Ulrich Rasche seine "Iphigenie auf Tauris" setzt, ist düster - und ganz einer Insel entsprechend - isoliert. Rasches großes Maschinentheater, wie man es aus den "Bakchen" von 2019 kennt, ist am Freitag im Akademietheater einer radikalen Reduktion gewichen, in der allein die Sprache im Fokus steht. Eine zweieinhalbstündige Konzentrationsübung.