Die Trüffelkartoffel bringt Abwechslung auf den Teller
Trüffelkartoffeln machen nicht nur durch ihre Violettfärbung etwas her, sondern auch durch das leicht nussige, erdige Aroma.

Geschichte
Die Trüffelkartoffel stammt ursprünglich aus Peru und Bolivien – die südamerikanische Urheimat der europäischen Kartoffel. Bis in das 19. Jahrhundert waren die blauen Knollen in ganz Europa recht weit verbreitet. Erst als man begann, ertragreichere und widerstandsfähigere Sorten zu züchten, wurden mehr und mehr helle Erdäpfelsorten angebaut. Die blauen Sorten wurden dabei völlig in den Hintergrund gedrängt.
Merkmale
Die blauviolette Fleischfarbe verdankt die Trüffelkartoffel einem hohen Gehalt an dem natürlichen Farbstoff Anthocyan. Ihr Fleisch weist meist eine schöne helle Marmorierung auf, die jede Knolle ganz individuell aussehen lässt. Äußerlich besticht sie durch eine purpurrote bis dunkelviolette Schale. Das intensiv-würzige, fein-nussige und leicht erdige Aroma der Trüffelkartoffel erinnert geschmacklich stark an die Esskastanie. Sie ist festkochend und sehr kompakt, zugleich aber auch stärkereich und etwas trocken.
Verwendung
Sie lassen sich so vielseitig verarbeiten wie klassische helle Kartoffeln und werden heutzutage gerne in der Gourmetküche eingesetzt. In Frankreich gelten Trüffelkartoffeln als Spezialität und werden meist kalt als Pellkartoffel mit einer Sauce Vinaigrette mit Petersilie und Zwiebeln gereicht. Außerdem werden sie durch ihre schöne Marmorierung als Kartoffelsalat zum wahren Augenschmaus. Doch auch als dekorative Chips oder als Kartoffelcarpaccio sind sie beliebt bei Groß und Klein. Tipp: Trüffelkartoffel-Pürree. Denn die Färbung bleibt beim Dämpfen weitestgehend erhalten.
Gesundheit & Wirkung
Der Pflanzenfarbstoff Anthocyan, der für die blaue Färbung des Fleisches verantwortlich ist, wirkt antioxidativ. Das heißt: Er bindet aggressive Sauerstoff- und Stickstoffmoleküle und verhindert so Schädigungen am Körpergewebe. Anthocyan soll außerdem das Krebsrisiko mindern und die Sehkraft stärken.