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Ein Ring wird geboren …

Gold schmilzt bei exakt 1064 Grad Celsius. Die gewünschte Farbe und die benötigte Härte des eigentlich weichen Metalls entstehen durch Legierung mit anderen Elementen.

© Rita Newman

Am Anfang steht das Gold oder?

Goldschmiedemeister Viktor Spari: Muss nicht sein. Wir sehen gerade auch einen Trend zu Tantal. Das Metall weist ein interessantes Grafitgrau auf, ist aber kein Edelmetall und herausfordernd zu bearbeiten – es schmilzt z. B. erst bei über 3000 Grad Celsius. Auch Platin, Silber, unterschiedliche Metall-Kombinationen bei den Ringen und natürlich Edelsteine sind immer ein Thema.

Welche Farbe hat Gold eigentlich und woher kommt es?

Von der Ögussa, der österreichischen Gold- und Silberscheideanstalt. Das bedeutet, wir reden von gereinigtem Recycelgold, das in Granulatform, also in kleinen Kügelchen, geliefert wird. Dabei ist Gold immer gelb. Weißgold, Roségold oder Rotgold entstehen ausschließlich durch Legierungen mit anderen Metallen.

Dann werden die Goldkügelchen eingeschmolzen…

... und daraus Rohre gegossen. Die heruntergesägten Ringer werden verdichtet und gehärtet. Es folgen ein Dehnen oder Stauchen auf die perfekte Größe, die Gestaltung der Wölbungen, etwaiger Muster. Und die Gravur. Dann setzt der Goldschmied noch händisch die Edelsteine ein - 95 Prozent der Damen bevorzugen übrigens einen oder mehrere Diamanten.

Eine Frage noch - was bedeutet 585er Gold?

Das ist der Feingehalt des Goldes, in dem Fall also 14 Karat. Seltener gibt es auch 750er Goldringe, das wären dann 18 Karat.

Goldschmiedemeister Viktor Spari ist Werkstättenleiter in der Schmuckmanufaktur Feichtinger.

Ist die Oberfläche perfekt, sitzen die Steine richtig? Die Qualität des Endprodukts
will von Viktor Spari unter die Lupe genommen werden
© Schmuckmanufaktur Feichtinger
Ist die Oberfläche perfekt, sitzen die Steine richtig? Die Qualität des Endprodukts will von Viktor Spari unter die Lupe genommen werden