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Warum sich im Winter eine Reise nach Athen lohnt

Wenn die Temperaturen sinken, kehren auch die Athener in ihre Heimat zurück. Aber auch für Touristen ist die griechische Hauptstadt im Winter attraktiv.

Karin Riess
Samstags- und Sonntagbeilage, Leiterin Samstagsbeilage und Reiseredaktion
Sehenswürdigkeiten. Die Akropolis, die Museen, die Grabungen: Athen hat viele weltbekannte Sehenswürdigkeiten, die die jahrtausendealte Geschichte der historischen Stadt erzählen. Die Akropolis zum Beispiel mit ihrem Parthenon – der Tempel, Kirche und sogar Moschee in einem war – thront auf seinem strategisch günstig gelegenen Hügel über allem. Wer im Sommer den Weg zum Mittelpunkt der alten Stadt erklimmen will, muss sich bei oft 40 Grad seinen Weg zwischen Touristenmassen bahnen. Im für unsere Verhältnisse meist milden Winter hingegen kann man die vielen historischen Stätten in Ruhe besuchen.
Museen. Unweit des Eingangs zur Akropolis steht das Akropolismuseum, es beherbergt eine der weltweit größten und wertvollsten Sammlungen antiker griechischer Kunst. Und bietet jede Menge Plexiglas-Fenster im Boden, die den Blick auf das verborgene Innere freigeben – denn wie so ziemlich alles in Athen ist das Neue auf den Ruinen des Alten gebaut. Während im Sommer alle am Nachmittag in das klimatisierte Museum strömen, kann man im Winter in aller Ruhe die Statuen, die Farben und die uralte Geschichte auf sich wirken lassen. Das gilt natürlich auch für das Archäologische Nationalmuseum, das Nationale Historische Museum, die frisch renovierte Nationalgalerie oder das Goulandris-Museum für zeitgenössische Kunst.
Einkaufen. Ob schicke Concept Stores (wie Flâneur Souvenirs & Supplies), kuriose Antiquitätenshops (zum Beispiel Martinos), Geschäfte griechischer Designer (etwa Evi Grintela) oder traditionelles Handwerk (Sandalen von Olgianna Melissinos) – Athen ist eine Fundgrube für Menschen, die gerne abseits des Mainstreams einkaufen. Denn diese Produkte gibt es tatsächlich nur ein Griechenland. 
Preise. In Athen gibt es Hotels der verschiedensten Preisklassen, die überwiegend zentral liegen. Oft sind die Preise im Winter deutlich günstiger. Da kann es sich lohnen, nach einer Unterkunft Ausschau zu halten, die entweder einen Pool, eine Bar oder ein Restaurant auf dem Dach hat – denn der Ausblick über die Stadt und auf die Akropolis, vielleicht bei einem Sundowner, ist einzigartig.
Hamams. Das Osmanische Reich hat in Griechenland vielerorts seine Spuren hinterlassen. Zum Beispiel im Form von traditionellen Hamam-Bädern, die eine ganze Reihe von wohltuenden Behandlungen anbieten, die man in der kalten Jahreszeit besonders gerne genießt. Zum Beispiel im „Hammam Traditional Baths“ im Viertel Plaka.