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Marco Kasper wird in der AHL auf die Probe gestellt

In der Farmteam-Liga AHL kämpfen die Spieler mit harten Bandagen. Davon lässt sich Eishockey-Talent Marco Kasper nicht beirren, der wertvolle Erfahrung für das zukünftige NHL-Abenteuer sammelt. Ermutigung gibt es von Marco Rossi.

Kasper nimmt den Kampf in der AHL an
© IMAGO / Frank Jansky/icon Sportswire
Kasper nimmt den Kampf in der AHL an
Martin Quendler-Trabesinger

Der Teamgedanke stößt in der American Hockey League manchmal an seine Grenzen. Die zweithöchste nordamerikanische Eishockey-Liga gilt als Sammelsurium für zukünftige Stars, aber auch ewige Talente, die allesamt den Blick nach oben, also in die NHL, gerichtet haben. Und um den Sprung zu den Dollar-Millionen zu schaffen, wird mit harten Bandagen gekämpft.

Schlägereien unter Teamkollegen sind nichts Außergewöhnliches, weiß etwa Marco Rossi, der nach zwei zähen Jahren bei Iowa Wild mittlerweile in den Stamm von Minnesota Wild aufgerückt ist. „Es ist eine Knochenmühle“, meint der Vorarlberger rückblickend und spricht Marco Kasper Mut zu: „Da muss man eben durch, er wird es schon schaffen. Davon bin ich überzeugt.“

Nach Jahren in Schweden sieht sich der Erstrunden-Draftpick von 2022 (achte Position) bei AHL-Klub Grand Rapids Griffins, dem Farmteam der Detroit Red Wings, mit einigen (kulturellen) Umstellungen konfrontiert. An Nordamerika führte mit Blick auf die Zukunft allerdings kein Weg vorbei. Um sich einerseits in der Nähe des NHL-Klubs aufzuhalten sowie um sich an die Mechanismen auf und abseits des Eises zu gewöhnen. „Es ist manchmal schon zäh“, gibt Kasper zu und spielt auf seine Punkteausbeute an (ein Tor und zwei Assists in 13 Spielen). „Wir sind ein junges Team. Aber man muss immer positiv bleiben. Die Mannschaft, aber auch ich. Wir trainieren hart, müssen uns weiterentwickeln, müssen lernen.“

Die NHL-Chance wird kommen

Die AHL selbst schätzt der 19-Jährige besser ein als ihren Ruf (als Raufer-Liga). „Hier wird extremst schnell gespielt. Die Intensität ist hoch. Und die Umstellung auf die kleinere Eisfläche ist für Europäer doch größer als erwartet. Natürlich will jeder nach oben und spielt in erster Linie für sich selbst. Aber Tatsache ist auch: Nur wenn wir versuchen, als Team gut zu spielen, kann jeder Einzelne einen guten Eindruck hinterlassen“, erzählt Kasper, der natürlich ständig mit Detroits Shawn Horcoff (Assistant GM) in Kontakt steht.

Permanent überwachen die Red Wings die Entwicklung ihrer zukünftigen Hoffnungsträger in Skills- und Skating-Einheiten. Der junge Center denkt nicht daran, locker zu lassen: „Ich bleibe da, wo ich jetzt bin. Dann sehen wir weiter.“ Er weiß, die Chance, sich in der NHL zu beweisen, wird kommen.

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