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Reisen

Höhepunkte entlang des Lykischen Wegs

Der Lykische Weg ist mehr als 500 Kilometer lang und verläuft an der Mittelmeerküste von Fethiye nach Antalya. Er gilt als einer der schönsten Wanderwege der Welt – zu Recht.

Karin Riess
Karin Riess
Karin Riess
Samstags- und Sonntagbeilage, Leiterin Samstagsbeilage und Reiseredaktion
vor 3 Jahren9. November 2023 um 04:00
Leute & Stars
Ein schmaler Pfad führt hinauf zum Gelidonya-Leuchtturm. Er thront auf einer Felsklippe 227 Meter über dem Meer und ist das Wahrzeichen des Weges. Der Blick fällt von hier auf eine Kette fünf unbewohnter Inseln. Wie grüne Tupfer ragen sie aus dem Meer.
Myra ist berühmt für die Grabeskirche des Heiligen Nikolaus, der Bischof in Myra und auch der berühmteste Einwohner der Stadt war. Neben weiteren antiken Ruinen sind die Felsengräber, die in die Klippen gehauen wurden, sehenswert.
Oliven-, Zitronen- und Feigenbäume, Ginsterbüsche, Pinien und Zedern sind allgegenwärtig auf dem Pfad durch die antike Landschaft Lykiens. Und dann ist da noch dieses Licht, das die Landschaft in die schönsten Farben taucht. Lykien wird nicht umsonst mit Land des Lichts übersetzt.
Alexander der Große verbrachte laut Chroniken einen Winter in der am Lykischen Weg gelegenen Hafenstadt Phaselis, einem wichtigen Haltepunkt an der Handelsstraße zwischen Ägypten und Rom. Vom dortigen Amphitheater aus der hellenistischen Zeit hat man einen herrlichen Blick auf den lykischen Olymp, den fast 2400 Meter hohen Tahtali Dagi. Was für eine Kulisse für ein Theater!
Für viele Wanderer ist es ein beliebtes Ziel zum Ausspannen. In diesem Badeort, reich an Ruinen, befand sich einst die antike Stadt Olympos, die der römische Historiker Cicero als Stadt der Reichtums und der Kunst beschrieb. Heute ist Çirali ein Aushängeschild des türkischen Ökotourismus. Es dürfen keine groβen Hotels gebaut werden, nachts wird die Beleuchtung gedimmt. Denn von Mai bis Juli kommen die Unechten Karettschildkröten (Caretta caretta) hier nachts an Land und legen Eier im Sand ab. Von Juli bis September schlüpfen sie. Daher wird der Strand über die Sommermonate hinweg geschützt.
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