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Die schönsten Dörfer in Friaul-Julisch Venetien

Sie liegen versteckt abseits touristischer Pfade, beherbergen kulturelle und oft versteckte Kleinode, historische Besonderheiten oder Naturschönheiten. Kurzum: Diese Orte sind perfekt für Herbstausflüge. 

Karin Riess
Von   und Elisabeth Tschernitz-Berger
Clauiano. Schon die Römer entzückte die Lage nahe Palmanova. Nach der Zerstörung ihrer Siedlung durch die Sarazenen wurde der Ort aus „piersi e claps“ (Steinen und Felsen) wieder aufgebaut. Gepflasterte Straßen, schmale Gässchen und wunderbare Häuserfassaden, die in Innenhöfen Weingüter beherbergen, laden zum Flanieren und Genießen ein. Sehenswert: Case Cardellini und Betramini, Conutti Campagnolo mit kostbaren Fresken, das Herrenhaus Villa Manin Guerresco. Kostenswert: Borgo Claudius, Weingut mit feiner Jause.
Cordovado. Der Marienwallfahrtsort ist ein Juwel des Barock mit einer Pfarrkirche aus dem 15. Jahrhundert und ein Hotspot der Literatur. Große Literaten wie Ippolito Nievo und Pier Paolo Pasolini ließen sich hier inspirieren. Zauberhaft ist auch die Umgebung mit der mittelalterlichen Burg. Sehenswert: Am ersten Sonntag im September wird eine historische Nachstellung  des Palio dei Rioni zelebriert. Kostenswert: Ristorante Ca‘ Malvani, Villa Curtis Vadi.
Fagagna. Der hübsche Ort liegt auf einem Hügel nordwestlich von Udine mit herrlichem Ausblick. Von der alten Burg sind nur noch Ruinen zu sehen. Mittlerweile wird es als Dorf der „weißen Störche“ bezeichnet, weil in der angrenzenden Naturoase Quadris eine erfolgreiche Wiederansiedlung gelungen ist. Sehenswert: Am ersten Sonntag im September findet der traditionelle Esellauf  „Corse die Mus“ statt. Die Loggia am
Gemeindehaus aus der Zeit des Rinascimento. Kostenswert: Ristorante Al Castello, Casale Cjanor.
Palmanova. Die Stadt der neun Ecken gilt als bedeutendstes Modell der Militärarchitektur. Drei Stadttore gewähren Zugang zum Ortskern. Palmanova ist Teil des Unesco-Weltkulturerbes. Besucher lieben den großen, lebendigen Platz mit Straßencafés und Geschäften. Sehenswert: die Verteidigungsanlagen außerhalb der Stadt. Kostenswert: Ristorante Al Convento.
Plodn/Sappada. Eine der letzten Sprachinseln des Alpenraums: Viele der älteren Bewohner sprechen Plodnerisch, einen schwer verständlichen, althochdeutschen Dialekt. Vor allem im Winter ist Sappada ein feines, kleines Skigebiet mit allerlei Sportmöglichkeiten. Sehenswert: Karneval von Sappada (Plodner Vosenocht), eine Mischung aus Tradition und Folklore. Sappamukki, eine zweitägige Veranstaltung am zweiten Septemberwochenende zum Almabtrieb. Kostenswert: Restaurants Laite und Mondschein, beide tragen einen Michelin-Stern.