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Reisen

Was man in Danzig gesehen haben sollte

Goldwasser, Bernstein und Backsteine: Das sollte man sich in und um die Stadt an der polnischen Ostsee nicht entgehen lassen.

Karin Riess
Karin Riess
Karin Riess
Samstags- und Sonntagbeilage, Leiterin Samstagsbeilage und Reiseredaktion
vor 3 Jahren27. Oktober 2023 um 02:00
Leute & Stars
Das Krantor. Einst war Danzig (polnisch Gdansk) eine Hansestadt, noch heute erinnert das Krantor mit den beiden Backsteintürmen und dem hölzernen Vorbau für das Hebewerk zum Verladen der Waren am Ufer des Flusses Mottlau als Wahrzeichen an diese blühende Epoche. Derzeit ist das mittelalterliche Gebäude wegen eines Umbaus geschlossen, üblicherweise gibt es in den Räumlichkeiten Ausstellungen, auch kann der komplexe Kranmechanismus besichtigt werden.
Die Altstadt. Das historische Zentrum von Danzig mag klein sein, dennoch kommt man aus dem Schauen nicht heraus: Die Straßen und Gassen mit bunten, schmalen und reich verzierten Patrizierhäuser erstrecken sich zwischen dem Goldenen und dem Grünen Tor, am meisten los ist auf der Langgasse (Ulica Dluga). In den Cafés, Restaurants und Lokalen spielt sich dort auch das äußerst muntere Nachtleben der Stadt ab.
Die Marienkirche. An der im für die Region so typischen Backstein errichteten Basilika im gotischen Stil wurde 159 Jahre lang gebaut. 400 Stufen führen auf den 82 Meter hohen Glockenturm. Das mächtige Gotteshaus beherbergt mit einer Astronomischen Uhr aus dem 15. Jahrhundert und dem Triptychon „Das Jüngste Gericht“ des Alten Meisters Hans Memling zwei besondere Kunstschätze. Letzteres ist allerdings eine Kopie, das Original befindet sich im Nationalmuseum von Danzig.
Der Lange Markt. Der zentrale Platz ist das Prunkstück der Altstadt und gesäumt von Prachtbauten wie dem Rechtstädtische Rathaus mit seinem Glockenspiel, dem Artushof mit dem Neptunbrunnen davor (der Meeresgott ist der Schutzpatron von Danzig), dem opulent verzierten Speymannhaus oder dem Grünen Tor.
Die Frauengasse. Zwischen der Marienkirche und dem Ufer der Mottlau versteckt sich einer der schönsten Orte von Danzig. Die Frauengasse (Ulica Mariacka) wird flankiert von schmucken Häusern, die durch ihre charakteristischen Treppenaufgänge auffallen. Darauf sitzen als Schlussstücke der Regenrinnen gruselige Gesellen wie Drachen, Löwen oder Seeungeheuer, die einst als Wasserspeier dienten. Heute finden sich in der Frauengasse primär Juweliere, die Schmuck aus Bernstein – dem Gold der Ostsee – verkaufen. Tipp: Pause im Café Drukarnia. Vielleicht auf ein Danziger Goldwasser, ein Kräuterlikör mit echten Goldflocken.
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