Die Vielfalt der sozialberuflichen Bildung
Anna Jerusalem ist seit 2022 Lehrerin am Ausbildungszentrum für Sozialberufe der Caritas in Graz und unterrichtet dort in unterschiedlichen Schultypen. Der Grund für ihre Bewerbung an dieser Schule war nicht zuletzt die Vielfalt des Angebots am Standort.

Anna Jerusalem hat einerseits klassisches Lehramt für Englisch und dazu noch Psychologie und Philosophie studiert, andererseits hat sie Studien in Gesundheits- und Pflegemanagement absolviert. Bevor sie an die Schule gekommen ist, war sie einige Jahre als wissenschaftliche Mitarbeiterin im Bereich der Alter(n)sforschung bei den Geriatrischen Gesundheitszentren der Stadt Graz beschäftigt.
Warum haben Sie sich gerade am Ausbildungszentrum für Sozialberufe der Caritas in Graz beworben?
Anna Jerusalem: Mir gefällt die Vielfalt der Sozialbetreuung. Da gibt es zuerst einmal die drei großen Arbeitsfelder die Arbeit mit alten Menschen, mit Menschen mit Behinderung und mit Familien. Darüber hinaus gibt es dann noch Zusatzqualifikationen in den Bereichen Demenzbegleitung, Sozialpsychiatrie und Schulassistenz. In dieser Vielfalt der Ausrichtungen kann ich meine unterschiedlichen Qualifikationen gut einbringen. Das macht das Unterrichten spannend.
Wen spricht die Schule an?
Das Bildungsangebot an unserer Schule ist vielfältig. Jugendlichen ab 14 Jahren steht mit der Höheren Lehranstalt für Pflege und Sozialbetreuung (HLPS) eine berufsbildende höhere Schule offen, an der sie neben der Matura eine abgeschlossene Berufsqualifikation in einem Sozialbetreuungs- oder Pflegeassistenzberuf absolvieren können. Jugendlichen und Erwachsenen ab 17 Jahren steht mit der Schule für Sozialbetreuungsberufe (SOB) eine berufsbildende mittlere Schule zum Erwerb einer Berufsqualifikation in einem Sozialbetreuungsberuf offen. Damit gibt es für alle Interessierten ein passendes Bildungsangebot.
Was zeichnet sie aus?
An unserer Schule wird Vielfalt in jeder Hinsicht als wertvoll angesehen wird. Wir sehen es als Gewinn an, unsere Schülerinnen und Schüler unterschiedlichen Alters und aus vielen verschiedenen Ländern bei uns zu haben. Ebenso vielfältig ist das Kollegium der Lehrenden. Wir vereinen im Team viele unterschiedliche Qualifikationen und Berufserfahrungen. Wir legen aber auch in der Gestaltung des Unterrichts auf Methodenvielfalt Wert und sind stolz darauf, unser Bildungsangebot stetig weiterzuentwickeln, um den vielfältigen Anforderungen in der Praxis gerecht zu werden.

„An der Schule für Sozialberufe der Caritas wird Vielfalt in jeder Hinsicht als wertvoll angesehen. Wir sehen es als Gewinn an, Schüler:innen unterschiedlichen Alters und aus vielen verschiedenen Ländern bei uns zu haben.“
— Anna Jerusalem, Lehrerin
Wer soll sich aus Ihrer Sicht in dieser Schule bewerben?
Die Schule ist ausgesprochen offen für Neues. Ich denke, dass sich alle Kolleginnen und Kollegen, die an persönlicher und fachlicher Weiterentwicklung interessiert sind, bei uns wohlfühlen. Außerdem können Menschen wie ich, die verschiedene Qualifikationen erworben haben, diese an einem Ort zum Tragen bringen. Das finde ich sehr fein.
Ist sie anspruchsvoll?
Ich denke, ja. Einerseits müssen unsere Schülerinnen und Schüler viele fachliche Kompetenzen erwerben. Andererseits steht die Persönlichkeitsbildung mit der Entwicklung von Haltungen im Vordergrund. Das kann schon anstrengend sein.
Warum würden Sie diese Schule besuchen?
Eben weil hier Vielfalt großgeschrieben wird. Die Offenheit für Neues, die Toleranz im Alltag und die Mannigfaltigkeit der Inhalte würden mir beim Lernen Spaß machen. Und das sehe nicht nur ich so. Das ist genau das, was mir die Schülerinnen und Schüler auch im Unterricht rückmelden.
Sie haben gesagt, die Schule erweitert kontinuierlich ihr Angebot. Gibt es schon neue Ideen?
Als nächstes soll in der HLPS die Möglichkeit geschaffen werden, dass Menschen, die schon einen Fachabschluss in der Sozialbetreuung haben, das Diplom mit Matura absolvieren können.