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Chronik

Das Tschernobyl der Wasserkraft und die verheerenden Folgen

Durch eine gewaltige Flutwelle aus dem Vajont-Stausee in Oberitalien starben vor 60 Jahren fast 2000 Menschen. Die Spuren sind bis heute sichtbar.

vor 3 Jahren15. Oktober 2023 um 07:18
KärntenAlpe Adria
1961 gaben die staatlichen Geologen grünes Licht: Der Stausee durfte zur Gänze gefüllt werden. Im September 1963 begann sich der Berghang im Süden aber zu bewegen, das Wasser wurde trüber und trüber. Der Stromerzeuger reagierte panisch und begann, den See abzulassen. Das sollte die Katastrophe noch beschleunigen.
Der Hang am Südufer kam nun erst recht ins Rutschen, bis das Erdreich am 9. Oktober überhaupt nicht mehr standhielt. Um 22.39 Uhr stürzten vom Monte Toc 270 Millionen Kubikmeter Geröll ins Tal.
Die bis zu 170 Meter hohe Flutwelle verfehlte die Dörfer Erto und Casso um wenige Meter, zerstörte höher gelegene Ansiedlungen, schwappte über die Mauer und machte die Kleinstadt Longarone dem Erdboden gleich.
1910 Menschen starben.
Uhren der Opfer, die in Museum der Gedenkstätte ausgestellt sind, zeigen die Uhrzeit der Katastrophe.
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