Windkraft und Naturschutz vertragen sich gut
Klimakrise und Biodiversitätskrise müssen gemeinsam gelöst werden.

Die Klima- und die Biodiversitätskrise sind die größten Bedrohungen für das Leben auf der Erde. Das Ende der Nutzung fossiler Brennstoffe ist für den Klima- und den Naturschutz unabdingbar. Bei der Erzeugung sauberer Windenergie wird der Naturschutz bei den Genehmigungen immer berücksichtigt.
Umweltfreundliche Stromerzeugung mit Windkraft. Die Windkraft ist eine der umweltfreundlichsten Stromerzeugungstechnologien. Bei der Windernte entstehen keine Abgase, keine Abwässer und keine gefährliche Strahlung. Außerdem macht die Windkraft unabhängig, denn der Wind weht vor der Haustüre und muss nur genutzt werden.
Windräder brauchen ganz wenig Fläche. Die Windkraft beansprucht kaum Fläche. Auf nur 2 Prozent der Fläche Österreichs könnten Windparks mehr Strom erzeugen, als Österreich derzeit verbraucht. Darüber hinaus sind 99 Prozent der Windparkfläche landwirtschaftlich nutzbar. Lediglich 0,006 Prozent sind mit Windrad-Fundamenten belegt. Werden die Windräder abgebaut, wird diese Fläche renaturiert.

Herwig Sturm
„Wir Menschen bringen die Schöpfung gerade kräftig aus dem Gleichgewicht. Dabei ist das Jahr 2022 das Jahr der Schöpfung. Es soll uns bestärken und weiteren Schwung für den Klimaschutz in unserer Kirche und darüber hinaus bringen. Das Ende der Nutzung von Erdgas, Kohle und Erdöl muss oberste Priorität haben. Dazu brauchen wir auch in Kärnten ganz dringend alle Windräder, die Energie bringen können.“
Vogelschutz und Windkraft. Windräder werden vor der Umsetzung naturschutzrechtlich genehmigt. Dass bei der Windkraft der Naturschutz sehr stark berücksichtigt wird, sieht man u. a. im Nordburgenland. Es gehört zu Europas Regionen mit den meisten Windrädern. Gleichzeitig ist es heute wieder Heimat von Kaiser- und Seeadler (bis 2000 in Österreich ausgestorben). In demselben Zeitraum, in dem sich die Greifvögel wieder angesiedelt haben, wurden genau dort die meisten der 1300 Windräder Österreichs errichtet. Windkraft und Vogelschutz ergänzen sich also sehr gut, wenn sie miteinander gedacht werden.
Windkraft und Fledermäuse. Windstromproduktion und Fledermaus-Schutz ist sehr gut möglich. Vor der Errichtung von Windrädern wird die Fledermausaktivität in der Region erhoben. Bei windradsensiblen Arten werden die Windräder zu den Hauptaktivitätszeiten der Fledermäuse abgeschaltet.

Christian Stefan
„Wir brauchen einen raschen Umstieg auf erneuerbare Energie, um die drohende Klimakrise zu bewältigen. Bodenverbrauch und Versiegelung nehmen immer mehr zu und verstärken die Auswirkungen des Klimawandels noch weiter. Hier punktet die Windkraft mit ihrer vergleichsweise geringen Bodenversiegelung. Ein Großteil der Windparkfläche kann weiterhin landwirtschaftlich genutzt werden. Unsere Ressourcen sind nur begrenzt verfügbar und schützenswert.“
Fossile Energien aufs Abstellgleis – auch in Kärnten. Gerade jetzt begreifen viele, dass die Nutzung fossiler Energieträger so schnell wie möglich beendet werden muss. Kärnten verbraucht aber noch immer 11 TWh fossile Energie. Für die Klimaneutralität 2040 muss auf 100 Prozent Erneuerbare umgestellt werden. Das ist nur mit einer Kombination aus Energiesparen und starkem Erneuerbaren-Ausbau möglich.
Kärntens Potenziale nutzen. Bei Wasserkraft und Biomasse sind die Möglichkeiten in Kärnten fast ausgeschöpft oder stark genutzt. Umso wichtiger ist es, die vorhandenen Potenziale aus Sonne und Wind für eine klimaneutrale Energieerzeugung zu nutzen.
Klimafreundlicher Strom aus Windkraft
Gut fürs Klima. Sauberer Windstrom ist Klimaschutz: In Österreich vermeidet er jährlich mehr als 3,9 Millionen Tonnen CO2. Das ist
ungefähr so viel, wie 1,6 Millionen Autos ausstoßen.
Saubere Energie. Bei der Stromerzeugung aus Windkraft gibt es keine Abgase, Abfälle oder Abwässer, wie bei Kohle- und Atomkraftwerken.
Heimischer Ökostrom. Ein einziges Windrad (5 MW Leistung) erzeugt pro Jahr Strom für mehr als 3700 Haushalte, und das zu zwei Drittel im Winter, wenn der Stromverbrauch groß ist.
Warum wir die Windkraft nutzen sollen:
Fragen und Antworten unter www.windfakten.at