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Warum es nicht egal ist, wie Sie in jungen Jahren mit der Sonne umgehen

Sonne auf der Haut genießen wir alle. Ihre Folgen wie Pigmentstörungen, Altersflecken und vorzeitige Hautalterung hingegen mag niemand. Was Sie zum Thema Haut und Sonne wissen sollten – auch bei Neurodermitis, Akne und Co.

Beim Sonnenbad auf die Dosis achten: Mehr als 80 % der sichtbaren Hautalterung ist auf UV-Strahlung zurückzuführen
© Lulu Berlu - stock.adobe.com
Beim Sonnenbad auf die Dosis achten: Mehr als 80 % der sichtbaren Hautalterung ist auf UV-Strahlung zurückzuführen

Zugegeben, sich so konsequent vor der Sonne zu schützen, wie es Dermatologen empfehlen, ist nicht immer leicht. Dennoch lohnt es sich, in Sachen UV-Licht nicht zu sorglos zu sein – insbesondere wegen der Gefahr von Hautkrebs. Für den Entschluss zur Vorsorge reicht aber manchmal auch der Blick in ein Gesicht: Nur allzu deutlich zeigen sich darin die Folgen von zu viel Sonne über viele Jahre. Stichwort: Photoaging oder vorzeitige Hautalterung. Heute weiß man es besser: Sonnenschutz ist von Kindesbeinen an wichtig! 

Ein Sonnenbrand ist eine Entzündungsreaktion der Haut, ausgelöst durch zu viel UV-Licht...
© juefraphoto
Ein Sonnenbrand ist eine Entzündungsreaktion der Haut, ausgelöst durch zu viel UV-Licht...

Sonnenschutz von Anfang an

Gut behütet in die Sonne: Sonnenschäden beugen Sie vor, indem Sie Haut bedecken, cremen und die direkte Sonne meiden
© verona_studio
Gut behütet in die Sonne: Sonnenschäden beugen Sie vor, indem Sie Haut bedecken, cremen und die direkte Sonne meiden

Zu viel Sonnenexposition schadet der Haut, das ist eine Tatsache. Die Zeit der sorglos in der Sonne "bratenden" Menschen ist weitgehend vorbei. Neue Erkenntnisse und Aufklärungskampagnen haben dazu geführt, dass nicht nur junge Menschen bewusst auf Sonnenschutz setzen. Und das ist auch die glasklare Empfehlung der Experten: täglich Lichtschutz an allen UV-exponierten Stellen! Das sei wichtig, um die Haut für ein langes Leben gesund und jung zu erhalten. Hier sei auch noch einmal auf den Gesundheitstalk am 14. Juni (um 18 Uhr) hingewiesen, bei dem Dr. Thomas Kainz mit Mag. Fuchsbilcher über den medizinischen und pharmazeutischen Weg zu gesunder Haut diskutieren. 

Die Hautalterung beginnt nämlich bereits mit dem 20. Lebensjahr. Beschleunigt wird sie durch Umweltfaktoren, vor allem UV-Licht. Nicht nur für Babys und Kleinkinder ist Sonnenschutz (inklusive Sonnenbrille) daher besonders wichtig, auch in älteren Jahren wird die Haut nach einer robusteren Phase wieder (sonnen-)empfindlich.

Effektiv gegen Hautalterung und ihre Folgen

Sonnenbrand vorbeugen

Die Lebenserwartung steigt erfreulicherweise. Aber haben Sie schon einmal darüber nachgedacht, was es in puncto Haut bedeutet? Genau: Man muss bewusst danach trachten, Sie über viele Jahrzehnte gesund zu erhalten. Denn was wir an ihr, dem größten Organ unseres Körpers haben, bemerken wir oft erst, wenn ernste Probleme auftauchen. Viele davon haben mit Umwelteinflüssen zu tun, die der Haut zusetzen. Dass wir altern steht außer Frage, wie schnell wir altern, liegt weitgehend auch in unserer Hand.

  • Eincremen mit dem richtigen Lichtschutzfaktor
  • Wiederholtes Eincremen nach Schwitzen und Schwimmen
  • Mittagssonne meiden
  • Kopfbedeckung tragen
  • Vorsicht: Auch bei bewölktem und windigem Wetter bleibt die Strahlungsintensität der Sonne gleich!
UV-Strahlung, die Pigmentflecken entstehen lässt, ist auch bei Regenwetter aktiv. Täglicher Sonnenschutz ist eine wichtigste Anti-Aging-Strategie 
© timonina -
UV-Strahlung, die Pigmentflecken entstehen lässt, ist auch bei Regenwetter aktiv. Täglicher Sonnenschutz ist eine wichtigste Anti-Aging-Strategie 

UV-Strahlen führen zur Bildung von freien Radikalen, die das Bindegewebe zerstören, den Kollagenabbau beschleunigen, die Zellerneuerung verhindern. Dadurch entstehen Falten und Pigmentflecken. Dieser UV-Licht-bedingte vorzeitige Hautalterungsprozess wird auch Photoaging genannt. Dermatologen sind sich einig: Würden wir alle konsequent von klein auf täglich Sonnenschutz anwenden, sähen wir bedeutend jünger aus.

Sonne bei Neurodermitis?

Bis zu zehn Prozent der Kinder sind von Neurodermitis betroffen. Im Sommer bessern sich die Symptome häufig
© triocean
Bis zu zehn Prozent der Kinder sind von Neurodermitis betroffen. Im Sommer bessern sich die Symptome häufig

Bei der atopischen Dermatitis, auch als Neurodermitis oder Ekzem bezeichnet, handelt es sich um eine komplexe chronische, juckende Entzündung der oberen Hautschichten. Unter den Kindern ist die Hauterkrankung weit verbreitet. Bis zu zehn Prozent der Kinder leiden daran. Häufiger betroffen sind sie, weil bei Kindern das Immunsystem und die Hautbarriere noch anfälliger sind als bei Erwachsenen.

Grundsätzlich tun Sonnenlicht und frische Luft der zu Neurodermitis neigenden Haut eher gut. Oft gehen die Symptome im Sommer zurück, die Haut zeigt sich von ihrer besten Seite. Genießen Sie das, atmen Sie auf. Schützen Sie Ihre Haut aber dennoch unbedingt Sonnenbrand.

Sonne bei Akne?

Akne ist eher ein weiterer Grund, die UV-Strahlung zu begrenzen, das gilt selbst mit Sonnencreme im Gesicht
© Jacob Lund
Akne ist eher ein weiterer Grund, die UV-Strahlung zu begrenzen, das gilt selbst mit Sonnencreme im Gesicht

Sommer, Sonne, keine Akne? Schön wär's! Die Aussage, dass sich Sonne auf unreine Haut positiv auswirkt, stimmt so pauschal allerdings nicht. Zu viel UV-Strahlung kann die Produktion von Talg sogar fördern und die Poren dadurch verstopfen. Außerdem können sich kleine Narben durch das Sonnenlicht ganz schnell dunkel färben und sind dann noch auffälliger als vorher. 

Hautsache schön - Akne, Sonnenallergie und Co: Was unser größtes Organ wirklich braucht

Unser Gesundheitstalk rund ums Thema Haut mit dem Dermatologen Dr. Thomas Kainz und Mag. pharm. Alexandra Fuchsbichler findet am 14. Juni um 18 Uhr statt. Stellen Sie gerne Ihre Fragen.

Entstanden in Kooperation mit der Ärztekammer und der Apothekerkammer