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Politik

Präsident oder Präsidentin?

Die erste Runde der französischen Präsidentschaftswahl ist geschlagen. Die Gewinner und Verlierer in Bildern.

vor 4 Jahren13. April 2022 um 04:47
Im Rennen um die Präsidentschaft in Frankreich können die Wähler in zwei Wochen zwischen Amtsinhaber Emmanuel Macron und der rechten Kandidatin Marine Le Pen entscheiden. Beide qualifizierten sich in der ersten Wahlrunde am Sonntag wie erwartet für die Stichwahl.
Macron dankte seinen Wählerinnen und Wählern für ihren Rückhalt. "Euer Vertrauen ehrt mich, verpflichtet mich und bindet mich", sagte der 44-Jährige am Sonntag vor Massen jubelnder Anhänger in Paris. Strahlend fügte er hinzu: "Sie können alle auf mich zählen, um dieses Fortschritts- und Öffnungsvorhaben umzusetzen."
Le Pen pochte in einer ersten Reaktion auf Frankreichs Selbstständigkeit und Werte. Für die Stichwahl hätten sich "zwei entgegengesetzte Visionen der Zukunft" durchgesetzt, sagte sie am Sonntagabend in Paris. Sie vertrete "die soziale Gerechtigkeit rund um das jahrtausendealte Konzept von Nation und Volk". Sie werde die nationale Unabhängigkeit und die Möglichkeit der einfachen Franzosen sicherstellen, für sich selber zu entscheiden. "Ich werde Frankreich in fünf Jahren in Ordnung bringen", meinte sie.
Die Kandidatinnen der früheren Volksparteien, der Sozialisten und Konservativen, erlitten hingegen schwer Niederlagen. Der Rechtsextreme Éric Zemmour zog mit 7 Prozent an der Konservativen Valérie Pécresse mit 4,8 Prozent vorbei, blieb aber trotzdem deutlich unter seinen früheren Umfragewerten. Eine bittere Pille für seine Anhänger
Der rechtsextreme Kandidat Zemmour rief nach der Wahl zur Unterstützung von Le Pen auf. "Ihr steht ein Mann gegenüber, der zwei Millionen Immigranten ins Land gelassen hat und während des Wahlkampfs nie über innere Sicherheit und Einwanderung geredet hat", sagte er am Sonntagabend mit Blick auf Präsident Macron. "Wir sind die einzigen, die unsere Zivilisation und Kultur verteidigen", sagte Zemmour, der zahlreiche prominente Unterstützer von Le Pen für sich gewonnen hatte.
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