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Chronik

Die Grazer Milliarden-Unternehmen

Sieben Betriebe knacken im Großraum Graz die Milliarden-Marke beim jährlichen Umsatz. Ein Überblick.

vor 3 Jahren9. Mai 2023 um 14:55
Graz-UmgebungWirtschaft & Geld
Graz
Die Andritz AG wurde 1870 als kleine Eisengießerei vom ungarischen Unternehmer Josef Körösi gegründet, heute ist man bei Wasserkraftwerksprojekten genauso gefragt wie in der Zellstoff-Herstellung. Der Konzern beschäftigt über 29.000 Mitarbeiter weltweit, in Österreich sind es 3500. Umsatzzahlen wie Aktienkurs kennen aktuell nur eine Richtung: steil nach oben. Im Vergleich zu 2021 stieg der Umsatz um 16 Prozent, das erste Quartal war heuer um 28,5 Prozent stärker als 2022.
Der Sensor- und Leuchtenspezialist aus Premstätten ist die Umsatz-Nummer zwei im Großraum Graz (und in der ganzen Steiermark). Allerdings kämpft der Weltkonzern ams-Osram, der mit Apple einen zentralen Kunden hat, gerade mit einigen Turbulenzen: Der Umsatz ging im Vergleich zu 2021 um vier Prozent zurück, das erste Quartal war heuer um ein Viertel unter dem Vorjahresniveau. Aber: Für die zweite Jahreshälfte ist der neue Vorstandschef Aldo Kamper „vorsichtig optimistisch“.
Die Grazer Autobauer geben wieder Gas: Der Geländewagenklassiker „G“ rollt auch in E-Form in der Steiermark vom Band. Damit konnte man den zentralen Kunden Mercedes-Benz weiter an sich binden. Für und mit Fisker entwickelt man ein weiteres E-Auto, das auch in Graz gefertigt werden soll. Die Umsatz ging im Vorjahr in Graz im Segment „Complete Vehicles“ allerdings zurück: von 5,55 Milliarden im Jahr 2021 auf 4,72 Milliarden Euro. Macht im Umsatzranking Platz drei.
Das Energieunternehmen, das nun wieder (vorübergehend?) vollständig im Eigentum des Landes Steiermark ist, hat seinen Umsatz fast um die Hälfte gesteigert: von 1,8 Milliarden Euro im Jahr 2021 auf 2,62 Milliarden im Vorjahr. Veranwortlich dafür: die extremen Energiepreis-Verwerfungen auf den Weltmärkten.
Corona-Dämpfer war gestern: 2022 konnte AVL List den Umsatz wieder um 18 Prozent auf 1,86 Milliarden Euro steigern. Mehr als elf Prozent des Umsatzes fließen in Forschung und Entwicklung. Breit diskutiert wurden zuletzt die E-Fuels, wo AVL in der Forschung führend ist.
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