"Gürtelrose ist furchtbar": Wie Martina Rupp ihre Erkrankung erlebt hat
In einer Podcast-Gesprächsreihe befragt Martina Rupp andere Betroffene und Expert:innen zum Thema Gürtelrose. Für mehr Bewusstsein setzt sie sich ein, seit sie von Gürtelrose selbst total überrascht wurde.

Jede/r Dritte erkrankt im Laufe des Lebens an Gürtelrose – das ist weder eine Schätzung noch eine Übertreibung. Eine Tatsache ist auch, dass die Menschen über Gürtelrose erstaunlich wenig Bescheid wissen. Eine Aufklärungskampagne, an der auch die Apotheken teilnehmen, soll das ändern.
Sprechen wir über Gürtelrose!
Das Gemeine an der Gürtelrose ist, dass der Schmerz schon da ist, noch bevor man etwas sieht."
— A.o. Univ.-Prof. Dr. Stefan Winkler, Medizinische Universität Wien
Wie für die Mehrheit der heimischen Bevölkerung war Gürtelrose zwar auch Martina Rupp ein Begriff, in ihrem Kopf aber weit von ihrem eigenen Leben entfernt. Betroffen sind die anderen, dachte sie.
Als sie dann eines Tages sehr kraftlos und abgeschlagen auch noch stechend-brennenden Missempfindungen unter der linken Achsel verspürte, konnte sie sich nicht erklären, was mit ihr los war. Kein Wunder, dass ihr ernste Gesundheitsprobleme wie etwa ein nahender Herzinfarkt als mögliche Ursache in den Sinn kam, wie sie im Podcast erzählt.
Gürtelrose ist nicht immer harmlos
So viele Menschen bekommen sie und so wenige wissen Genaues darüber. Das möchte ich ändern.
— Martina Rupp, Moderatorin

Heute weiß die Moderatorin, dass eine Gürtelrose bei ihr ausgebrochen war. Als sie dann bei ihrer Hausärztin saß, war auch schon der dafür typische Hautausschlag zu sehen. Martina Rupp war damals Ende 50 – und zu hören, dass es "nur" Herpes Zoster, also Gürtelrose, war und nicht ein Herzinfarkt oder Brustkrebs, machte sie zuerst einmal heilfroh.
Doch harmlos war es nicht. Sechs Wochen lang musste sie starke Schmerzmittel nehmen und war beim An- und Ausziehen auf Hilfe angewiesen. Seither haben ihr viele Menschen ihre – übrigens erstaunlich diversen – Krankheitsgeschichten erzählt. Der Podcast soll zur Aufklärung und als Wissenstransfer dienen.
Von Windpocken zur Gürtelrose
Dass Gürtelrose ein Thema ist, das uns alle angeht, zeigen die Zahlen. Nahezu jede/r Erwachsene über 50 Jahre (mehr als 99 %) ist mit dem Virus, das Gürtelrose auslöst, infiziert. Das Varizella Zoster Virus verursacht bei der Erstinfektion Windpocken (auch Feuchtblattern oder Schafblattern genannt).

Jede/r der einmal Windpocken hatte, kann später also auch an Gürtelrose erkranken. Denn es handelt sich um dasselbe Virus. Dieses zieht sich nach dem Abklingen der Windpocken in die Nervenwurzeln des Rückenmarks zurück, wo es durch das Immunsystem unter Kontrolle gehalten wird.
Kritische Zeit beginnt mit rund 50 Jahren
Ab circa 50 Jahren beginnt die Leistungsfähigkeit des Immunsystems nachzulassen. Dadurch kann das Virus wieder aktiv werden und eine Gürtelrose auslösen. Die meist sehr schmerzhafte Nervenentzündung geht in der Regel mit einem Bläschenausschlag einher, der zwei bis vier Wochen besteht und typischerweise einseitig auftritt. Mit dem Alter steigt die Wahrscheinlichkeit für schwerwiegende Komplikationen.
Wer ist besonders gefährdet?
Infos und Erlebnisberichte
Auch die Antwort darauf erfährt man im Podcast "Betrifft Gürtelrose". Neben Betroffenen sind auch Expert*innen bei Martina Rupp zu Gast. Darunter der Infektiologe Univ.-Prof. Dr. Stefan Winkler von der Medizinischen Universität Wien.
Besonders gefährdet sind ihm zufolge neben Erwachsenen ab 50 Jahren unter anderem Menschen mit Autoimmunerkrankungen wie Rheuma, Schuppenflechte oder Morbus Crohn, die mit immunsuppressiven Medikamenten behandelt werden. Auch eine Chemotherapie oder die Zuckerkrankheit wirken sich negativ auf die Immunabwehr aus.Allen, die mehr und Genaueres wissen wollen, bietet die Informationskampagne „Gürtelrose-Info.at – Impfen schützt“ Informationen.
www.gürtelrose-info.at
Für medizinischen Rat wenden Sie sich bitte an die Ärztin/den Arzt Ihres Vertrauens.
Mit freundlicher Unterstützung von GSK
NP-AT-HZU-OGM-230005, 05/2023