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Chronik

Alternativen zu Steinpilz und Eierschwammerl

Pilzexpertin Evelin Delev stellt sieben essbare Pilze vor, die ganzjährig in Kärnten gesammelt werden dürfen.

vor 4 Jahren22. Oktober 2022 um 14:29
Kärnten
Maronenröhrling - Imleria badia  Merkmale: Der Hut ist dunkel kastanienbraun, aber auch reh- bis hellbraun und zwischen drei und zehn Zentimeter breit. Die Haut ist matt bis glänzend und bei Regen etwas schmierig. Die Röhren sind bei jungen Exemplaren weißlich, dann olivgelb bis olivgrün. Das Fruchtfleisch ist weiß bis blassgelb und bläut bei Schnitt. Sein Geruch ist angenehm pilzig. Der Stiel ist heller als der Hut und bräunlich gemasert, längs gefasert und hat kein Netz. Vorkommen: Vorwiegend unter Kiefern und Fichten, der Maronenröhrling liebt saure Böden und wächst vom Sommer bis in den Spätherbst. Verwechslung: Mit unterschiedlichen Steinpilzen und dem blauen Filzröhrling, beide blauen allerdings nicht nach.
Espenrotkappe - Leccinum rufum  Merkmale: Der Hut ist leuchtend orangerot bis orangebraun, feinfilzig, am Rand überstehend und etwa sechs bis 18 Zentimeter breit. Das Fleisch ist weiß, beim Schnitt wird es rosa, dann lila-grau bis schwarz und wird fest. Die Röhren sind zunächst weißlich und werden grau-gelblich. Der Stiel ist weiß mit gleichfarbigen Schuppen, die sich später rotbräunlich verfärben und im unteren Teil bei Berührung blau-grünlich werden. Sein Geruch ist markant pilzig. Vorkommen: Wieder Name verrät, findet man ihn unter Espen, auch Zitterpappeln genannt, vom Frühling bis in den Spätherbst. Verwechslung: Man kann ihn mit Raustielröhrlingen verwechseln, diese haben schwarze Schuppen am Stiel, doch auch diese sind essbar.
Goldröhrling - Suillus grevillei  Merkmale: Er ist essbar, allerdings soll die Haut abgezogen werden. Der Hut ist leuchtend goldgelb, orangebräunlich bis rotbraun und wird bis zu zehn Zentimeter breit. Die Haut ist glatt und wird bei Feuchtigkeit sehr schleimig. Das Fleisch ist gelb und die Röhren zunächst goldgelb, später braungelb. Der Stiel ist schlank, mit einer schmalen gelblichen Ringzone. Darüber ist er gelb, darunter gelbbräunlich oder rotbräunlich. Sein Geruch erinnert an Obst. Vorkommen: Man findet in unter Lärchen, Fichten und Kiefern im Sommer und im Herbst. Verwechslung: Standort und Schleimigkeit machen diesen Pilz unverwechselbar.
Flockenstieliger Hexenröhrling - Boletus erythropus  Merkmale: Der Hut ist dunkelbraun, wildlederartig samtig, weshalb er auch Schusterpilz genannt wird. Der Stiel ist gelblich mit rötlichen körnigen Flöckchen. Die Röhren sind gelb und haben rote Mündungen, die bei Druck stark blau werden. Sein Fleisch ist gelb, wird es verletzt färbt es sich tinten- bis schwarzblaue. Beim Kochen wird es allerdings wieder gelb. Sein Geruch ist angenehm pilzig und sein Geschmack mild. Ungekocht ist er giftig. Vorkommen: Er kommt sowohl in Laub- und Nadelwäldern vom Frühsommer bis zum Spätherbst vor. Gerne unter Eichen, Rotbuchen und Fichten. Verwechslungen: Die Merkmale des Stieles machen ihn unverwechselbar.
Trompetenpfifferling - Cantharellus tubaeformis  Merkmale: Sein Hut ist in der Mitte genabelt bis durchbohrt. Die Leisten sind herablaufend, genabelt und gut ausgebildet. Der Stiel ist schmutzig graugelb bis leuchtend chromgelb und hohl. Vorkommen: In Laub- und Nadelwäldern an feuchten, moosbewachsenen Orten. Zu finden ist er vom Spätsommer bis weit in den Herbst hinein. Verwechslung: Mit anderen Leistlingen, die aber ebenfalls essbar sind.
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