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Graz gibt 53 Millionen Euro für fünf neue GKB-Unterführungen frei

Vor sechs Jahren wurde es nach einem tödlichen Unfall versprochen, jetzt gibt der Gemeinderat der Stadt Graz grünes Licht: Fünf GKB-Bahnübergänge werden unterführt. Die Todeskreuzung ist nicht dabei.

Der tragische Anlass: Der Unfall 2018 zwischen Zug und Graz Linien-Bus war der Auslöser für die Pläne zu den Bahnunterführungen
© Wilfried Rombold
Der tragische Anlass: Der Unfall 2018 zwischen Zug und Graz Linien-Bus war der Auslöser für die Pläne zu den Bahnunterführungen
Gerald Winter-Pölsler
Stv. Leiter Steiermark-Ressort

Dieses Großprojekt hat einen tragischen Anlass: Im September 2018 starb eine Buslenkerin der Graz Linien, weil sie am unbeschrankten GKB-Bahnübergang das Rotlicht übersah. Ihr Bus wurde vom heranrauschenden Zug erfasst, für die 34-Jährige kam jede Hilfe zu spät.

"Der Preis wie bei diesem schrecklichen Unfall, der ein Menschenleben gekostet hat, ist zu teuer", sagte der damalige Bürgermeister Siegfried Nagl (ÖVP). Und gemeinsam mit der damaligen Verkehrsstadträtin Elke Kahr (KPÖ) wurde dann versprochen, dass die GKB-Kreuzungen in Graz eine Unterführung bekommen.

Fünf GKB-Unterführungen kommen, die Todeskreuzung ist nicht dabei

Jetzt, sechs Jahre später, kommt ein 53 Millionen Euro schweres Stück in den Gemeinderat, das grünes Licht für vorerst fünf Unterführungen gibt: Reininghausstraße, Wetzelsdorfer Straße, Peter Rosegger Straße, Kärntner Straße und Gradnerstraße. Die Todeskreuzung Grottenhofstraße ist übrigens nicht in der Liste: Sie wurde mittlerweile aber mit einem Schranken gesichert.

Der Bau-Zeitplan

2024 - 2026: Peter-Rosegger-Straße
2025 - 2027: Kärntner Straße
2027 - 2029: Wetzelsdorfer Straße
2029 - 2031: Reininghausstraße
2029 - 2031: Gradnerstraße

Die Gesamtkosten für die fünf Unterführungen liegen freilich deutlich höher, nämlich bei 147,2 Millionen Euro. Aber das Land übernimmt mit 37,2 Prozent den Löwenanteil, der Bund stemmt 32,8 Prozent, die Stadt die restlichen 30.

Vier der fünf Unterführungen werden zum Nahverkehrsknoten ausgebaut

Der Zeitplan sieht vor, dass 2024 mit der Peter-Rosegger-Straße gestartet wird (bis 2026), 2025 bis 2027 folgt die Kärntner Straße. „Die Unterführungen liefern einen wichtigen Beitrag zur Steigerung der Verkehrssicherheit“, so Schwentner.

Zusätzlich sollen vier der fünf Unterführungen – alle außer Reininghausstraße – als Nahverkehrsknoten ausgebaut werden. „Das ist vor allem für Pendlerinnen und Pendler von Bedeutung, für die attraktive Verknüpfungen von der GKB zu Bus und Tram geschaffen werden.“