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Darauf legt die Jugend wert

Durch die Vier-Tage-Woche oder flexiblere Arbeitszeiten versuchen derzeit Firmen ihre Attraktivität zu steigern, um Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen zu gewinnen. Was aber schwebt der Jugend vor? Wir haben uns im Bezirk Völkermarkt umgehört.

Ich arbeite als Redakteurin bei der Kärntner Kirchenzeitung "Sonntag" und habe flexible Arbeitszeiten. Das heißt, ich bin Vollzeit angestellt und kann mir meine 40-Stunden-Woche großteils selbst einteilen. Mir ist es wichtig, meinem Leben einen Sinn zu geben und Menschen zu erreichen. Da ich mich in meiner Freizeit auch ehrenamtlich bei der Feuerwehr engagiere, lege ich Wert darauf, dass sich mein Hobby mit meinem Berufsleben vereinbaren lässt. Und das ermöglicht mir mein aktueller Arbeitsplatz. In Zukunft möchte ich mich persönlich und beruflich weiterbilden, um so zu einer guten Redakteurin zu werden.
Zurzeit besuche ich die Berufsschule in Wolfsberg für KFZ-Techniker und Systemelektroniker. Ich bin aktuell im zweiten Lehrjahr und lerne im Betrieb Kfz Lobnig in Völkermarkt. Nachdem ich die Lehrabschlussprüfung erfolgreich abgeschlossen habe, möchte ich mich im Kfz-Bereich weiterbilden. Mein Berufsleben sollte idealerweise so ablaufen, dass man nach der Arbeit nach Hause kommt und ohne Sorgen oder Stress noch etwas mit der Familie oder Freunden unternehmen kann. Das Wichtigste am Arbeitsplatz ist mir der Umgang untereinander: Jeder sollte gleichbehandelt werden, egal ob Lehrling, Geselle oder Meister.
Ich habe heuer im Juni meine Matura am Alpen-Adria-Gymnasium Völkermarkt gemacht und diesen Herbst ein Lehramtsstudium an der Universität Wien begonnen. Ich möchte das Studium gut abschließen und auch ein Jahr ins Ausland gehen. Das möchte ich entweder während des Studiums oder danach machen. Was meine berufliche Zukunft betrifft, da habe ich noch keine genauen Vorstellungen. Für die Zukunft ist mir aber sehr wichtig, dass ich gerne in die Arbeit gehe und Freude an meinem Beruf habe. Denn mein Leben lang einen Beruf auszuüben, an dem ich keine Freude finden kann, ist logischerweise nicht mein Ziel.
Seit September 2019 arbeite ich als Kindergartenpädagogin in einem mittelgroßen Betrieb. Da ich noch jung und ohne Verpflichtungen bin, passt es für mich gut, dass ich Vollzeit arbeite. Mir ist wichtig, dass ich genügend Zeit für Freunde, Familie und Hobbys habe. Ebenso sollte genug Zeit sein, um meine Termine zu erledigen. Für die Zukunft wünsche ich mir, dass die Rahmenbedingungen im Kindergarten angepasst werden: Reduzierung der Gruppengröße und eine Gehaltsanpassung. Auch die Wertigkeit des Berufes soll steigen, da wir hohe Anforderungen haben und große Verantwortung tragen.
Ich befinde mich derzeit im dritten Lehrjahr zum Stahlbautechniker bei der Firma Kohlbach in Bleiburg und besuche die Fachberufsschule in Wolfsberg. Nach meiner Ausbildung möchte ich mich in dieser Branche weiterbilden. Ich könnte mir auch vorstellen, die Arbeiten als Monteur genauer zu erleben und je nachdem wie es mir gefällt, ein paar Monate auswärts zu arbeiten. Ich möchte mein Leben jedenfalls so gestalten, dass Arbeit und Freizeit voneinander getrennt sind: Arbeit bleibt Arbeit und Freizeit bleibt Freizeit. Vor allem der Spaß an der Arbeit und ein gutes Arbeitsklima sind mir wichtig.