Wenn Martha Argerich Schumanns "Kinderszenen" spielt, ist das mehr als eine kurze, populäre Zugabe. Für die glühenden Fans der argentinischen Pianistin - die den Wiener Musikverein am Freitag bis zum letzten Sitz belegten - ist es eine Preziose von unschätzbarem Wert. Zart, zerbrechlich und dabei eine Urgewalt, die dieser Künstlerin auch im Alter von 81 Jahren kaum jemand nachmacht. Romantik pur bieten die Wiener Philharmonikern an diesem Wochenende mit Schumann und Bruckner.