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Politik

Die sieben größten Fauxpas des Boris Johnson

vor 4 Jahren6. September 2022 um 14:21
Nach seinem Studium arbeitete Boris Johnson als Journalist. Gleich bei seiner ersten Anstellung als Praktikant bei der "Times" fälschte er ein Zitat und wurde  gekündigt. Mit dem erfundenen Zitat wollte Johnson eine Geschichte über König Edward II, dessen Palast damals wiederentdeckt worden war, "aufpeppen". Die Cover-Story enthielt aufgrund des falschen Zitates einen mittelalterlichen Sex-Skandal, den es nicht gab. Nachdem Johnson die "Times" verlassen musste, verbreitete Johnson in diversen anderen Medien selbst erfundene "Euromythen", wie etwa die Regulierung der Form von Bananen oder die Einführung einheitlicher Euro-Särge. Johnson spielte die Vorwürfe gegen ihn stets hinunter.
2001 wurde Johnson Abgeordneter im britischen Unterhaus, zugleich behielt er aber seine Rolle als Herausgeber der konservativen Wochenzeitschrift "Spectator". Eine Doppelrolle die Johnson zwar Kritik einbrachte, seinen Aufstieg aber nicht bremsen konnte. Johnson spielte auch diese Vorwürfe gegen ihn hinunter.
Im Zuge einer Diskussion um einen dritten Lockdown im Oktober 2020, den Johnson da noch unbedingt verhindern wollte, soll der Premier gesagt haben "Keine verdammten Lockdowns mehr! Sollen sich halt die Leichen stapeln!" ("Let the bodies pile high in their thousands!"). Johnson bestritt, diesen Satz gesagt zu haben, doch mehrere Medien beriefen sich in ihren Berichten auf Regierungsquellen.    
2015 nahm Boris Johnson als damaliger Bürgermeister von London an einem Straßenrugby-Spiel mit Kindern in Tokio teil. Offenbar vom Ehrgeiz gepackt, rammte der Politiker einen 10-jährigen Buben, der zu Boden stürzte.
Für die Renovierung seiner Luxuswohnung wären Boris Johnson 30.000 Pfund an öffentlichen Geldern zur Verfügung gestanden. Diese schlug sich aber mit 100.000 zu Buche. Wer für die Differenz aufkam, war erst unklar.  Offenbar war ein Großspender der Partei, David Brownlow, eingesprungen. Im Gegenzug soll Johnson die Pläne für eine "große Ausstellung" Brownlows in dessen Sinne prüfen.  Die Tories mussten 18.000 Pfund Strafe bezahlen und wurden von der Labour-Opposition der Korruption bezichtigt. Johnson will erst nichts von der Spende gewusst haben, entschuldigte sich aber später und kam schließlich selbst für Kosten nachträglich auf.  
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