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Mit Zuversicht ins neue Jahr

Die Zeiten stimmen nicht zuversichtlich? Wir fragten acht Persönlichkeiten, warum sie trotz der Pandemie und ihrer Folgen dennoch mit Optimismus und durchaus großer Zuversicht in das neue Jahr blicken.

vor 5 Jahren1. Jänner 2022 um 05:00
SteiermarkChronik
Es gibt einen guten Grund, mit viel Zuversicht auf das kommende Jahr zu schauen: egal ob Pandemie oder Klimakrise – für einen guten Teil der Herausforderungen haben wir bereits heute Antworten auf dem Tisch. Wir stehen nicht ohnmächtig davor, wir müssen die Antworten nur geben. Konsequent, mutig und mit tatkräftigem Umsetzen, wir haben es in der Hand. Das tun wir bei Infineon und ich weiß, wie viele Menschen in Österreich und anderswo jeden Tag daran arbeiten, weitere und noch bessere Antworten zu entwickeln. Das stimmt mich zuversichtlich.
Die Zukunft hört nicht auf uns zu faszinieren, besonders am Beginn eines neuen Jahres. Leider erscheint es für 2022 recht schwierig, optimistische Erwartungen zu haben – diese Perspektive hat sich in der jüngeren Vergangenheit immer verlässlich als falsch herausgestellt. Und aus dieser Erfahrung zuckt man innerlich zurück, wenn man sich etwas Positives, Optimistisches, Hoffnungsvolles wünscht. Es ist noch schlimmer: Zukunft hat paradoxerweise aufgehört zu existieren, weil man ja schon weiß, was kommen wird. Das ist eine neue Dimension unseres lähmenden gesellschaftlichen Zustands der letzten zwei Jahre. Aber wollen wir uns damit wirklich zufriedengeben? Ist es nicht vielmehr endgültig so weit, etwas zu verändern? Aus den Fehlern – die wir alle bis zur Genüge kennen – zu lernen? Den Lauf der Dinge anzuhalten und umzudrehen? Wir sind die überwältigende Mehrheit und wir haben es in der Hand, unsere Zukunft zu gestalten. Also, packen wir es an. Das wünsche ich mir! Sonst passiert es wirklich, dass aus unserer Zukunft eine ewige Vergangenheit wird – und das ist mindestens genauso gaga, wie die Positionen der Leugner, Skeptiker, Verweigerer und Gegner. Es reicht!
Die Pandemie hat uns gelehrt, die Dinge, die wir beeinflussen können, davon zu unterscheiden, was wir nicht in der Hand haben. Die Disziplin der Gedanken hilft uns, bei allen wirtschaftlichen Widrigkeiten den Blick für Positives nicht zu verlieren: Beziehungen innerhalb des Teams, die so stabil sind, dass sie monatelange Untätigkeit überdauern, die Treue unserer Gäste zum Hochschober, ihr Glaube an uns als leidenschaftliche Gastgeber. Die kraftspendende Natur, die unbeirrt ihren Rhythmus im Wechsel der Jahreszeiten beibehält. Die Gewissheit, dass unsere hochalpine Urlaubsdestination ein wertvolles Gut ist.
Zuversichtlich stimmen mich vor allem meine Freunde und Uni-Kolleg:innen. Trotz oder vielleicht sogar wegen der Pandemie rückten wir alle ein wenig näher zusammen. Nur gemeinsam konnten wir die Situation meistern. Diese Gemeinschaft ist etwas, auf das ich mich im neuen Jahr verlassen und stützen kann. Und ich freue mich darauf einen Teil meines Masterstudiums in Taiwan zu machen. Der Impffortschritt und die Innovation der asiatischen Länder stimmen mich ebenfalls zuversichtlich für die Zukunft.
Mit den Vorfreuden auf das Neue Jahr ist es wie mit den guten Vorsätzen: Kann man machen, aber dann kommt die Realität und teilt einem mit, was wirklich auf dem Stundenplan steht. Es ist in Pandemie-Zeiten ziemlich schwer geworden, sich auf irgendetwas zu freuen. Man traut sich sozusagen nicht mehr. Ich habe die letzten Jahre eigentlich ausschließlich damit verbracht, mir ein Programm auszudenken, auf das sich möglichst viele Menschen möglichst intensiv freuen können, und daher ist dieser Zustand besonders schmerzhaft. Bei den Hoffnungen tue ich mir leichter. Worauf ich persönlich am meisten hoffe ist, dass mehr Menschen den Unterschied von Wissen und Meinen akzeptieren und man daher der Pandemie im Konsens mit Wissenschaft zu Leibe rücken kann statt mit Geschwurbel und Kräutertee.
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